top of page

Güstrow strauchelt Stralsund zum Meister

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Weil drei Güstrower hinter den Erwartungen bleiben, wird das Heimrennen gegen Wittstock zu einem Krimi – und der Titel geht an die Zuschauer aus Stralsund.


Der Abend beginnt mit einem strauchelnden Leistungsträger – und endet mit einem Hoffnungsträger, der plötzlich nicht mehr mitkommt. In den ersten drei Heats des Bundesligafinals in Güstrow am Mittwochabend wird Kai Huckenbeck von Motorproblemen langsam gemacht, fällt ein Mal gar ganz aus. Und als der Emsländer ins Duell mit Meisterschaftsfavorit Wittstock findet – da fällt die Formkurve von Tyler Haupt dramatisch ab..


Zusammen mit einer Nullpunkteserie von Hannah Grunwald reicht das, um dem MC Güstrow das Unterfangen Titelverteidigung zu verhageln.


Schon um kurz nach halb 9 ist der Meisterschaftszug für Güstrow de facto abgefahren: Da setzt es in Heat 8 für Haupt und Grunwald ein 1:5 gegen Janek Konzack und Jonas Knudsen. Die Gäste aus Wittstock sind nach dem schlechten Einstand von Huckenbeck da schon auf 27:21 davon gezogen. Den zum Titelgewinn Kantersieg kann Güstrow da schon nicht mehr erreichen.


Bis Lauf 11 war die Welt noch in Ordnung. – Frank Mauer

Mikkel Andersen und Huckenbeck rücken das im Folgelauf mit einem 5:1 wieder zurecht. Und in der Folge setzt es zunächst eine Reihe von Unentschieden in den Heats, sodass sich nicht abzeichnet, wer in der Tabelle die Nase vorn hat: Wittstock muss gewinnen, um den Titel zu holen, Stralsund langen alle anderen Resultate. Die Hansestädter können schon gar nicht mehr hinschauen, weil die 3:3-Serie die Entscheidung so lange offen hält.


Erst ein 4:2 von Huckenbeck/Blödorn über Marko Lewischin/Adrian Cyfer leitet die Wende ein: Güstrow sichert sich vor den letzten beiden Heats die Matchbälle – und weil sofort Huckenbeck als auch Blödorn je ein 4:2 anführen, gewinnt Güstrow das Heimrennen mit 44:40 – und kürt so Nordstern Stralsund zum Meister.


Mikkel Andersen feiert mit den Güstrower Fans den Heimsieg. Foto: HighSpeedPhotographix
Mikkel Andersen feiert mit den Güstrower Fans den Heimsieg. Foto: HighSpeedPhotographix

Wittstock wird so zum zweiten Mal in Folge Bundesligazweiter. Aber für die Brandenburger wäre mehr drin gewesen. „Bis Lauf 11 war die Welt noch in Ordnung. In 12, 13 und 14 haben wir es vergeigt“, gesteht Klubchef Frank Mauer. „In Lauf 12 konnten wir nichts dafür, da war ja vorgegeben, wer fährt. Für die Finalläufe hätten wir dann vielleicht besser setzen sollen. Güstrow hat in Norick Blödorn den überragenden Fahrer gehabt. Auch Kai war uns auch ein bisschen überlegen. Unser Janek Konzack hat am Ende Tränen in den Augen gehabt – aber die trocknen auch wieder, und er kann ja bei der U21-DM in Wittstock aufs Treppchen fahren, vielleicht sogar Meister werden. Und Adrian Cyfer hat einen schlechten Tag gehabt, er hat sich hinterher entschuldigt.“


Güstrows Teammanager Ralf Peters resümiert: „Wir haben gesehen, dass eine Mannschaft, die den Titel wirklich will, ein richtig harter Brocken ist. Wir hatten mit der Favoritenrolle eine kleine Last zu tragen. Kleine Maschinenprobleme und eine verständliche Anspannung bremsten uns ein wenig ein, und so konnten wir erst zum Ende das Rennen gewinnen.“

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page