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Wittstock springt bei U21-DM ein

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Junioren-DM hat einen neuen Austragungsort und -tag. Hat diese Entscheidung auch weiter reichende Folgen für den deutschen Speedwaysport?


Der Nachholtermin für die Deutsche Juniorenmeisterschaft steht. Das Rennen, das am Sonntag in Brokstedt dem nächtlichen Regen zum Opfer gefallen ist, wird am 24. Oktober in Wittstock nachgeholt.


Damit ersetzt die U21-DM das für diesen Tag eigentlich geplante offene Rennen „The Hammer – Race of the Night“ auf dem Heidering an der Dosse. „Ich glaube, es ist wichtiger, dass wir einen Deutschen Juniorenmeister haben als einen Sieger beim Hammer“, begründet Wittstocks Chef Frank Mauer. „Das U21-DM-Rennen hat nicht stattgefunden – und ich bin dafür, lieber etwas für den Nachwuchs zu machen als an diesem offenen Rennen festzuhalten. Beim Hammer wären zwar auch Nachwuchsfahrer dabei gewesen. Aber ich glaube, es ist besser, dem vollen U21-Feld eine Bühne zu bieten. Diese Entscheidung kommt dem Nachwuchs zugute.“


Es ist wichtiger, einen Deutschen Juniorenmeister zu haben als einen Sieger beim Hammer. – Frank Mauer

Damit steigt Wittstock schon zum zweiten Mal als Retter einer ins Wasser gefallenen Entscheidung an – nach der spontanen Neuausrichtung des Zweitligafinales 2025, das eigentlich für Diedenbergen geplant gewesen war.


Trotz der hehren Worte und Motive von Mauer, nun auch das U21-Rennen zu retten, schwebt nach wie vor dessen Ankündigung im Raum, mit dem Speedway in Wittstock Ende der Saison Schluss zu machen. Vor allem, weil er sich fortwährend neuer Anfeindungen in den Sozialen Medien ausgesetzt sah.


Auf dem Heidering in Wittstock wird am 24. Oktober die U21-DM nachgeholt. Foto: Klaus Hauptmann
Auf dem Heidering in Wittstock wird am 24. Oktober die U21-DM nachgeholt. Foto: Klaus Hauptmann

Das immer aggressiver werdende Wutbürgertum im Bahnsport ist ein Thema, das sich in diesem Jahr verschärft hat – und über das inzwischen auch immer mehr Fahrer klagen. Im Winter, wenn die allgemeine Rennhektik abgeflacht ist, wird darüber noch separat zu schreiben sein. Auch und erst recht nach den jüngsten Social Media-Veröffentlichungen vom ehemaligen deutschen Teammanager Sascha Dörner, die inzwischen sogar beim DMSB aktenkundig geworden sind.


In Brandenburg und umzu halten sich inzwischen allerdings Gerüchte, dass Frank Mauer in Wittstock doch weitermachen könne. Darauf angesprochen, wiegelt er ab – und verweist zunächst auf das bevorstehende Bundesligafinale am Mittwochabend in Güstrow, wo die Wölfe aus Wittstock den Titel holen können. „Darüber habe ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Der Mittwoch ist zunächst das, was für uns wichtig ist; das, was in Güstrow passiert, wird so ‘n bisschen richtungsweisend werden“, antwortet Mauer. „Wir stehen kurz davor; wir können dieses Mal den Sack zumachen, wir können es aber auch wieder verlieren. Ich habe jetzt gar nicht den Nerv, um irgendwas Weitergehendes zu entscheiden. Erstmal das Bundesligafinale über die Bühne ziehen – dann gucken wir weiter.“

 
 
 

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