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Hoffnungsträger der Verzagten

Der polnische Speedway ist immer noch erschüttert von der Warschauer Blamage. Da kommt die Wahl des Gaststarters für den Grand Prix in Thorn an der Weichsel gerade recht.


Der 16-jährige Maksymilian Pawelczak steht vor seinem Debüt in der Speedway-WM. Der Pole erhält die Wildcard für den Grand Prix von Polen in Thorn am 26. September und damit für das letzte Rennen der Saison 2026.


Die Motoarena Marian Rose liegt weniger als eine Stunde von seiner Heimatstadt Bromberg entfernt – also auf einer Bahn, auf der der Nachwuchsfahrer vor heimischem Publikum seine bislang größte internationale Bühne bekommt.


Seinen ersten Weltmeistertitel gewann Pawelczak bereits 2024. In Landsberg an der Warte wurde er auf einem 250-Kubikzentimetermotorrad Jugendweltmeister. Seit dem Wechsel auf die 500-Kubikmaschinen hat er sich bei den Erwachsenen auch zunehmend in den Vordergrund gefahren.


Maksymilian Pawelczak wird in Thorn mit der Veranstalterwildcard starten. Foto: FIM
Maksymilian Pawelczak wird in Thorn mit der Veranstalterwildcard starten. Foto: FIM

In seiner ersten Saison in der U21-Weltmeisterschaft liegt Pawelczak aktuell auf Rang 2. Damit hat er noch eine konkrete Chance auf eine Medaille. Die Entscheidung fällt beim SGP2 von Dänemark in Vojens am 11. September.


Auch in der polnischen Liga entwickelt sich Pawelczak zu einem wichtigen Fahrer. Für seinen Heimatverein Bromberg kämpft er um die Rückkehr in die PGE Ekstraliga. Der Klub ist seit 2013 nicht mehr in Polens höchster Liga vertreten. Pawelczak liegt derzeit mit einem Schnitt von 2,306 Punkten pro Lauf auf Rang 4 der Durchschnittswertung der Zweiten Ekstraliga.


Parallel fährt er in Schweden für Vargarna.


Damit kommt die Wildcard für Thorn zu einem Zeitpunkt, an dem Pawelczak bereits in zwei Bereichen seine Klasse unter Beweis stellt: im internationalen Nachwuchsspeedway und im Ligabetrieb mit 500-ccm-Maschinen. Der Grand Prix in Thorn wird nun der nächste Schritt – und Bewährungsprobe wie auch Azubifahrt gleichermaßen.


Denn nach der Pleite bei der Team-WM in Warschau wachsen in Polen auf junge Fahrer von seinem Schlage Druck wie Sehnsucht zugleich.


Neben Pawelczak stehen Antoni Kawczynski und Oskar Paluch als Bahnreserven fest. Kawczynski erhält die Startnummer 17, Paluch die 18.

 
 
 

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