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Huckenbeck auf Ash-Tec

Kai Huckenbeck fährt heute beim Grand Prix in Breslau erstmals einen Motor des englischen Meistertuners Ashley Holloway.


Für Kai Huckenbeck ist das Training von Breslau doppelt wichtig gewesen: nicht nur zum üblichen Einschießen auf der Bahn – sondern auch, um sich an einen noch ganz neuen Motor zu gewöhnen. Der Werlter bestreitet im Stadion von Sparta Breslau zum ersten Mal einen WM-Lauf mit einem Motor von Ash-Tec – also von Ashley Holloway, jenem englischen Tuner, der etwa auch Brady Kurtz, Robert Lambert und Dan Bewley ausstattet.


Allerdings handelt es sich bei Huckenbecks neuem Aggregat nicht nur um einen Werksmotor wie für die drei gerade Genannten. Vielmehr hat Huckenbeck sich einen Ash-Tec gekauft, den er in Polen bei seinen Zweitligarennen für Bromberg schon erfolgreich seit zwei Wochen verwendet. Mit Bromberg, wo Huckenbeck am Sonntag wieder ein Rennen bestreitet, ist der Emsländer als eine der Stützen der Mannschaft an der Schwelle zum Aufstieg in die Ekstraliga.


Wobei aus Polen allerdings auch das Gerücht schwappt, dass Bromberg im Falle eines Aufstieges nicht mehr mit Huckenbeck planen würde – sondern nur bei einem Verbleib in der Zweiten Liga.


Kai Huckenbeck im Training von Breslau – mit einem Ash-Tec unterm Sattel. Foto: FIM
Kai Huckenbeck im Training von Breslau – mit einem Ash-Tec unterm Sattel. Foto: FIM

Auch beim Auftakt der Speedway-Einzel-DM, wo Huckenbeck hinter Norick Blödorn Zweiter wurde, saß der Nordwestdeutsche bereits auf dem für ihn neuen Ash-Tec-Gebrauchtmotor.


Huckenbecks Kauf eines Second-Hand-Ash-Tec-Aggregats ist eine direkte Folge der schütteren Saison, die er bislang in der WM erlebt hat: in der Grand Prix-Serie aus eigener Kraft nicht mehr für 2026 zu retten, hat er auch den Wiedereinzug über die Challenge in Holsted verfehlt. Mit der Motorcharakteristik der Triebwerke seines langjährigen Tuners Bert van Essen tat er sich dieses Jahr auf Grand Prix-Bahnen schwer, fand oft nicht die passende Einstellung, um die Leistung ohne zu viel Wheelspin auf den Boden zu bringen.


Der Ash-Tec von Huckenbeck weist dieselbe Architektur auf wie jene der Engländer und Australier: mit einem anderen Motordeckel und ohne Zündung unten; der Zündabnehmer befindet sich stattdessen oben an der Nockenwelle, nötig ist dafür aber eine Zündbox – mit der Huckenbeck bislang nicht so recht arbeiten mochte, aus Angst vor zu vielen extra Variablen beim Setup.




 
 
 

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