Hyjek steht im Finale
- Ingolf Schmidt
- vor 9 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Patrick Hyjek hat in der Bierstadt Grund zum Anstoßen, Hannah Grunwald reist mit Blessuren heim.
Bei Temperaturen jenseits der 30-Gradmarke ging am Nachmittag des 20. Juni 2026 das EM-Semifinale der U19-Junioren im Pilsener Speedwaystadion über die Bühne. Nur etwa reichlich 100 Zuschauer hatten den Weg auf das südlich der Stadt gelegene Rennoval gefunden.
Geprägt war dieses Rennen von zahlreichen Stürzen und dadurch bedingten Zwangspausen. Sicherlich hatten alle fest mit einem souveränen Sieg des einheimischen Idols Adam Bubba Bednar gerechnet.
Doch dem war nicht so. In seinem dritten Punktlauf schlug Bednar, nachdem er im losen Untergrund die Beherrschung über seine Maschine verloren hatte, hart in die Bande ein. Sichtlich benommen und mit schmerzenden Armen wurde er mit dem Krankenwagen von der Bahn gefahren. Bis dahin hatte er fünf Zähler eingefahren.
Mit drei Laufsiegen und zwei zweiten Plätzen stand schließlich der Pole Bartosz Banbor als Erster auf dem Siegerpodest in der tschechischen Bierstadt. Gefolgt wurde er von seinen zwei Landsleuten Maksymilian Pawelczak und Kevin Malkiewicz, die beide 12 Punkte auf der Habenseite hatten.

Aus deutscher Sicht ist die sichere Qualifikation für das EM-Finale am 5. September im slowenischen Krsko von Patrick Hyjek zu vermelden. Hyjek kam mit 10 Zählern auf dem fünften Rang ein.
Für Hannah Grunwald war in Pilsen Feierabend. Sie hatte den ganzen Nachmittag keine vernünftige Abstimmung für die Bahn gefunden und musste in ihrem letzten Lauf nach einem harten Zweikamof mit Hyjek arg zu Boden. Doch tapfer stand die junge Mecklenburgerin wieder auf und verließ die Bahn zu Fuß.
Ein brummender Schädel und ein zusehends dicker werdender kleiner Finger an der rechten Hand waren das Ergebnis dieses Saltos. Drei Punkte und der 14. Platz standen schließlich für sie zu Buche.
Die weiteren Qualifizierten für Krsko sind Cooper Rushen, Adam Nejezchleba,Niklas Holm und der Schwede Rasmus Karlsson, der noch ein Stechen um den letzten verbleibenden Platz gegen den Polen Jakub Zurek fahren musste.



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