„Ich hätte es immer wieder so versucht“
- Norbert Ockenga
- vor 8 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Bartosz Zmarzlik äußert sich zur Kontroverse um seine Disqualifikation beim Finale in Manchester am Freitagabend.
Die Entscheidung steht auf Messers Schneide. Alle vier Fahrer zum Neustart zulassen – oder doch Bartosz Zmarzlik als Abbruchverursacher des Finales in Manchester am Freitagabend disqualifzieren? Für beide Schiriurteile gibt es Argumenten: Einerseits hat Zmarzlik einen Auffahrunfall auf Max Fricke verhindert, indem er seine Maschine weggeworfen hat. Andererseits war er so schnell, dass er sich auf eine „Wall of Death“-Manöver hätte verlassen müssen, um überhaupt die Startkurve außen rum noch zu kriegen.
Und das wäre ein Ritt auf der Rasierklinge gewesen, der auch hätte schiefgehen können.
Am Ende flog er per Schuldspruch raus und musste den drei Australiern den Wiederholunglauf vom Finale allein überlassen. „Ich akzeptiere die Meinung des Schiedsrichters“, zeigt er sich im Nachgang salmonisch. „Was soll ich auch anders tun? Die WM ist noch lang. Ich konzentriere mich jetzt auf heute Abend. Was Anderes bleibt mir eh’ nicht übrig.“
Ich wäre wieder auf dieselbe äußere Ideallinie gefahren – Bartosz Zmarzlik
Zmarzlik insistiert aber auch: Er findet sein Manöver und sein Vorgehen immer noch in Ordnung. „Wenn ich zum Neustart wieder zugelassen worden wäre, wäre ich wieder genau auf dieselbe äußere Ideallinie gefahren“, lässt der Weltmeister wissen. „Schließlich hatte ich sie bewusst gewählt, weil ich genau diese Linie im Plan hatte. Denn ich hatte gesehen, wie glatt es nach dem Regenschauer innen war.“

Zum Sturzhergang präzisiert Zmarzlik: „Ich habe mich mehr oder minder einfach nur fallen gelassen, weil ich von innen Max Fricke kommen sehen habe.“
Seine Schlussfolgerung: „Ich hätte es immer wieder so versucht, weil das die einzige richtige Lösung gewesen wäre, um den Grand Prix-Sieg kämpfen zu können.“



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