top of page

Je vier gewinnt

vor 4 Stunden
3 Min. Lesezeit

Die Planungen für die Eisspeedwaysaison 2027 laufen langsam, aber konkret an.


Der Aufschwung im Eisspeedway geht weiter. Das schlägt sich nun auch in den Bewerbungen um Startplätze bei den internationalen Prädikatsläufen nieder. „Wir wollen in diesem Winter etwas mehr Gas geben als zuletzt“, verrät Bernd Sagert, der Teammanager der deutschen Nationalmannschaft auf Eis. „Deswegen haben wir sowohl für die EM als auch für die WM-Qualifikation je einen Startplatz mehr beantragt als zuletzt – nämlich jeweils vier.“


Damit reagiert der Expertenkreis Eisspeedway auf die vielen neuen oder zurückgekehrten Fahrer der vergangenen Saison. Neben den gleichnamigen Vettern Max Niedermaier, Hans Weber, Franz Mayerbüchler und Marc Geyer haben sich nach langen – und kalten – Trainingslagern von Inn-Isar-Racing in Schweden auch Rundstreckenfahrer Simon Mayer, Christoph Kirchner, Bernhard Sanftl und Thomas Weidinger in den schnellen Wintersport gestürzt.


Kirchner ist inzwischen als Fahrervertreter anstelle von Hans Weber in den Expertenkreis Eisspeedway gerückt. Mayer erholt sich von einer schweren Knieverletzung, die er sich beim Roloef-Thijs-Pokal zugezogen hat. „Ich habe inzwischen schon ein Rennen im Yamaha R7-Cup bestritten. Aber bei der Doppelveranstaltung habe ich am Ende gemerkt, dass das Knie noch ziemlich angeschwollen ist“, gesteht Mayer. „Aber bis zum ersten Training im Winter dürfte das besser sein. Mein Motorrad baue ich jedenfalls gerade Stück für Stück wieder auf. Das hat bei dem Crash ziemlich viel abbekommen.“


Max Niedermaier d.J. (links) und Christoph Kirchner sind zwei WM-Anwärter. Fotos: Heike Kleene
Max Niedermaier d.J. (links) und Christoph Kirchner sind zwei WM-Anwärter. Fotos: Heike Kleene

Während Kirchner als Held von Heerenveen, der mit seinem beherzten Kampf gegen zwei Tschechen die Bronzemedaille bei der Team-WM erobert hat, für eine Nominierung auf WM-Ebene infrage kommt, denkt Mayer noch nicht so weit: „Ich sehe mich höchstens auf einer Reserveposition für Inzell; das wäre schon toll. Und beim Thijs-Pokal würde ich gern wieder fahren.“ Sanftl, ein Jugendfreund von Max Niedermaier, sagt: „Ich möchte gern weitermachen. Aber ich setze mir auch gewisse Ziele – und möchte erst das Training abwarten, ob ich die auch erreichen kann. Denn einfach nur so mitfahren – das kommt für mich nicht infrage. Natürlich kämpfe ich nicht um die WM, aber eine klare Steigerung zum letzten Jahr muss drin sein. Sonst hat es keinen Sinn, die ganze Zeit und Arbeit zu investieren. Ich bin bereit, hart dafür zu arbeiten. Aber ich muss bei mir und für mich merken, dass ich weiter nach vorn kommen kann.“


Sanftl ist überzeugt, dass er noch lange nicht auf seinem Zenit angekommen sei. Sein beherzter Auftritt beim Thijs-Pokal und vor allem seine stark steigende Formkurve vom ersten Training bis zum Rennen in Heerenveen sprechen dafür, dass da noch viel angehobenes Potenzial liegt.


Franz Mayerbüchler dagegen hat sich im Spätsommer beim Motocross verletzt. Deswegen musste der Ingenieur aus Inzell sogar einen geplanten Besuch im VIP-Bereich von Inn-Isar-Racing beim Zweitligafinale in Landshut am Freitag abgesagen. „Er hat mich erzählt, dass er bis zum Winter wieder ausgeheilt sein wird“, rekapituliert Inn-Isar-Teamchef Christian Platzer. „Aber im Moment ist die Verletzung seiner Schulter noch so schlimm, dass er damit keine längeren Autofahrten überstehen würde.“


Selbst Max Niedermaier d.Ä. müsste in die Qualifikation, weil er den direkten Wiedereinzug in die Grands Prix um einen WM-Platz verpasst hat. Der Oberbayer wundert sich über den Austragungsort: „Solange ich zum Training hoch nach Schweden gefahren bin, war etwa bis Stockholm immer noch alles grün – und Målilla liegt doch noch unterhalb von Stockholm. Aber man wird sich schon was dabei gedacht haben, die Qualifikation dorthin zu vergeben.“


Wer genau auf welche Startplätze für der WM und in die EM verteilt werden wird, stehe laut Sagert noch nicht fest: „Dazu müssen wir natürlich zuerst wissen, ob wir die beantragten Plätze auch alle kriegen. Und dann gehen wir nach dem Leistungsprinzip: Die besseren Fahrer sollen grundsätzlich für die WM eingeteilt werden.“


Die WM-Läufe 2027:


  • 23. Januar – Qualifikation Einzel-WM Målilla

  • 20. Februar – Mannschafts-WM Örnsköldsvik

  • 13. & 14. März – Grands Prix 1 & 2 Inzell

  • 3. & 4. April – Grands Prix 3 & 4 Heerenveen


Hinter den Kulissen laufen zudem noch Bemühungen, auch die Deutsche Meisterschaft bereits im kommenden Jahr zu revitalisieren.


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page