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Kann Bauer fahren?

Nach einem Sturz im Training muss Luca Bauer auf rasche Besserung im Laufe des Tages hoffen.


Luca Bauer lehnt mit schmerzverzerrtem Gesicht an seinem Werkzeugschrank. „Es muss auch Sinn ergeben“, presst er hervor. „Der Rennarzt muss mir zuerst das Okay geben, aber die endgültige Entscheidung liegt dann bei mir.“


Eigentlich hat der WM-Vierte beim WM-Finale in Heerenveen noch Titelchancen. Weil Martin Haarahiltunen nicht fährt, muss Bauer in der Nettotabelle fünf Punkte mehr schreiben als Niclas Svensson – dann zöge er am Schweden vorbei, und es hinge davon ab, was Max Koivula an Punkten auf sein Konto addiert. Bauer wäre dann Weltmeister oder WM-Zweiter.


Luca Bauer leidet, seine Mechaniker richten das zerfledderte Motorrad. Foto: Heike Kleene
Luca Bauer leidet, seine Mechaniker richten das zerfledderte Motorrad. Foto: Heike Kleene

Doch seit dem Training am Morgen hängt sein Start am seidenen Faden. Nach starken Fahrten im Freien Training stürzt Bauer in der Zieleingangskurve. „Mir ist das Vorderrad eingeklappt.“


Der Bayer klagt über starke Schmerzen in Brust, Rücken und Rippen. Er ist auf der Trage zur Untersuchung gebracht worden, zwar rasch wieder im Fahrerlager aufgetaucht. Aber wie arg die Schmerzen wirklich sind, wird erst der Tag bringen – wenn das übertünchende Adrenalin nicht mehr rauscht und der Körper sich entscheidet, wie geschunden er wirklich ist.

 
 
 

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