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Kleine Augen, große Ziele

Warum dem EM-Finale in Varkaus eine Anreise mit Hindernissen vorausging und was die Fahrer im fernen Finnland erwartet.


Die Augen sind noch ganz klein. Denn viel Schlaf hat Paul Cooper nicht gerade gekriegt, ehe er am Samstagmorgen im Stadion von Varkaus im dichten Schneetreiben steht. Erst gegen ein Uhr in der Nacht ist der Yorkshireman in der nordfinnischen Stadt angekommen – mit Christian Platzer und Rainer Dachs, den Chefs von Inn-Isar-Racing.


Die Reisegruppe war um 15:42 Uhr fast pünktlich vom Flughafen Erdinger Moos abgehoben, hatte dann aber nach wenigen Minuten auf dem Weg nach Helsinki über Landshut kehrt gemacht und war im weiten Bogen über Pfaffenhofen wieder zum Münchener Flughafen zurückgekehrt: Die Bordelektronik hatte per Warnsensor auf Vibrationen am linken Triebwerk des Airbus A321 hingewiesen. Diese Oszillationen waren so feinschwingend, dass selbst der Kapitän nicht wahrgenommen hatte. Doch er drehte sicherheitshalber wieder bei, setzte um 15.57 Uhr zum Landeanflug an– und bis ein Ersatzflieger parat gestellt war, verzögerte sich die Ankunft des knapp dreistündigen Flugs auf eine nachtschlafene Uhrzeit.


Bei der WM-Quali hatte ich mich zu arg selbst unter Druck gesetzt. – Paul Cooper

Cooper hat sich dennoch mindestens ein paar Punkte vorgenommen fürs EM-Finale am Samstag. „Das Feld ist durchgehend sehr stark besetzt“, warnt der Grasbahnpublikumsliebling. „Ich muss anders an das Rennen rangehen als an die WM-Qualifikation. Da hatte ich mir zu viel vorgenommen, mich zu arg unter Druck gesetzt und bin deswegen schon belastet in die Heats reingegangen. Jetzt möchte ich mit Spaß ins Meeting gehen – und dann hoffentlich ein gutes Meeting haben.“


Das kaputte linke Triebwerk des Helsinki-Fliegers warf als Corpus Delicti sämtliche Reisepläne über den Haufen. Foto: Rainer Dachs
Das kaputte linke Triebwerk des Helsinki-Fliegers warf als Corpus Delicti sämtliche Reisepläne über den Haufen. Foto: Rainer Dachs

Auch Franz Mayerbüchler macht sich im morgendlichen Schneetreiben vor dem Training, das um 14 Uhr losgeht, so seine Gedanken. „Die Bahn sieht sehr speziell aus, mit ihren langsamen Kurven“, schildert der Ingenieur aus Inzell. „In St. Johann beim letzten Rennen waren meine Starts schlecht, aber die Rennen gut. Dementsprechend muss der Plan jetzt sein, auch die Starts besser hinzubringen.“


Daran hatte er seit Aschermittwoch bei einem privaten Training unter der Regie des finnischen Eisspeedwayfaktotums Mikko Jetsonen gearbeitet. „Das Training auf dem See hat sehr viel gebracht. Ich hoffe, dass ich das nun auch am Nachmittag umsetzen kann.“

 
 
 

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European Ice Speedway
vor 8 Stunden

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