Krasse Tage, jetzt kommt das Finale
- Norbert Ockenga
- vor 2 Tagen
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So sicherten sich die Landshut Devils am Sonntag gegen Gnesen den Einzug ins Finale der Landesliga.
Mit Heat 14 war klar – die Trans MF Landshut Devils haben den Einzug ins diesjährige Finale der polnischen Speedway-Landesliga geschafft. Danach gab es kein Halten mehr, auch wenn ein kleiner Wermutstropfen blieb.
Über die vorhergehenden 13 Durchgänge hatten die Devils die Nerven von Fans und Verantwortlichen sowie der knapp 2.600 Zuschauer aufs äußerste in Anspruch genommen. Der Punktevorsprung aus dem Hinrennen in Gnesen betrug ganze vier Punkte zugunsten der Devils, und diese vier Punkte waren nach dem ersten Heat dahin, nachdem Jacob Jensen und Sam Masters gegen Erik Riss und Paco Castagna, der den verletzten Kim Nilsson ersetzte, ein sicheres 1:5 erzielt hatten.
Die Jungs haben wieder super abgeliefert, das war spitze. – Krzystzof Zielinski
Mit ihrem 4:2 in Heat zwei konnten die Youngster Janek Konzack und Tyler Haupt jedoch gleich wieder Boden gut machen. Konzack, nach dem Start noch Zweiter, konnte Marcel Juskowiak einfangen und sich komfortabel absetzen. Die nächsten fünf Durchgänge brachten keine weiteren Punktgewinne für die Devils, da sie jeweils unentschieden endeten. Hier konnte sich Jonas Knudsen zwei Laufsiege sichern, in Heat 5 durch ein spektakuläres Überholmanöver am Eingang der Gegengerade, als er sich Außen von Platz 3 in Führung katapultierte. Im sechsten Lauf lagen Tyler Haupt und Kevin Wölbert zunächst auf 5:1-Kurs, bevor Sam Masters von Platz 3 aus in Führung ging. In Heat 8 hatten die Devils beim Rerun die Möglichkeit, den Rückstand zu egalisieren, da Alex Martin im ersten Durchgang gestürzt war und sie somit nur noch gegen Jacob Jensen antreten mußten. Da ging Kevin Wölbert auf dem Weg zum Startband jedoch der Motor aus, sodass Jensen gegen Konzack übrig blieben, wobei der Fahrer der Gäste als Erster die Ziellinie überquerte. Der beste und spannendste Lauf des Rennens war Heat 9, bei dem sich Tyler Haupt gegen Sam Masters in Führung setzen konnte, während Leon Flint auf Platz drei diesen so weit beschäftigt hielt, daß er keine Jagd auf den Führenden starten konnte.
Mit einem einzigen Punkt Rückstand für die Devils ging es in die Bahndienstpause nach dem 10. Durchgang. Die letzten drei Heats der Vorläufe hatten es dann an Dramatik in sich. Im 11. Lauf erwischte Jonas Knusden den besten Start und holte mit Janek Konzack ein 4:2 gegen Sam Masters und Jacob Jensen, was in 33:32 erstmals die Führung für die Devils bedeutete. Zum Jubel der Zuschauer legten Erik Riss und Tyler Haupt sogleich mit einem 4:2 nach und bauten den Vorsprung auf vier Punkte aus.

Gnesen musste nun aktiv werden, um seine letzte Chance zu wahren, und dement- sprechend wild ging es in Heat 13 letztlich auch zur Sache. Auf der Einfahrt zur Gegengerade wurde es dann schließlich im Getümmel zwischen Leon Flint, Adam Ellis und Janek Konzack so eng, daß der Platz für den Deutschen nach einem geglückten Überholmanöver fehlte und er schmerzhaft in der Bande landete.
Unter dem Eindruck des Abtransports im Krankenwagen konnte Gnesen im Rerun ein 1:5 landen, womit die Gäste wieder um einen Punkt vorne lagen. Die beiden Finalläufe mussten also die Entscheidung bringen. Und die Devils waren wild entschlossen – Flint und Haupt legten einen furiosen Lauf hin, landeten ein ungefährdetes 5:1 vor Jensen und Roszak und wurden nach der Zieldurchfahrt bereits von den Mannschaftskameraden auf der Bahn erwartet und bejubelt.
Heat 15 endete erneut unentschieden, war aber dann nur noch Formsache. Mit 46:43 und letztlich sieben Punkten Vorsprung hatten sich die Devils den Finaleinzug gegen Wybrzeze Danzig gesichert. „Was für ein Rennen“, kommentierte Teammanager Krzystzof Zielinski in Feierlaune. „Die Jungs haben wieder super abgeliefert, das war spitze. Es war nicht leicht: Wir mussten vorab den Ausfall von Kim Nilsson verkraften, und natürlich trübt Janek Konzacks Sturz die Freude schon etwas, zumal er mit seiner Leistung über die Saison seinen Anteil an diesem Erfolg hat. Wir hoffen, daß er sich rasch von diesem Sturz erholt.“ – „Einfach der Wahnsinn“, ergänzte der Erste Vorsitzende Gerald Simbeck. „Wer hätte das zu Saisonanfang erwartet. Wir sind überglücklich, daß die Saison für uns noch weitergeht. Diese Mannschaft hat sich den Erfolg redlich verdient und erkämpft.“



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