Mama schraubt mit
- Norbert Ockenga
- vor 3 Stunden
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Der Exildeutsche Niklas Bager erlebt in Breslau eine turbulente Achtelliter-WM.
Sogar die Mutter muss mit schrauben. Weil der Mechaniker von Niklas Bager, dem deutschstämmigen Dänen, vorm Finale der Achtelliter-Junioren-WM krank wird, schwingt am Freitagabend in Breslau nicht nur Vater Henning Bager die Schraubenschlüssel, sondern auch Mama Sabrina Harms.
Die Schleswig-Holsteinerin ist lange Jahre Teammanagerin der Bundesligamannschaften des MSC Brokstedt gewesen, wo auch Henning Bager gefahren ist. Und während Vater Henning ohnehin immer Hand an die Motorräder vom hochbegabten Sohn anlegt, ist die Mutter zwar auch stets dabei – aber nicht als Schrauberin.
Die Osteuropäer haben schnelleres Maschinenmaterial und fahren härter als wir. – Sabrina Harms
Niklas Bager, der mit deutscher Lizenz gestartet ist, aber inzwischen unter dänischer Flagge segelt, zählt in Breslau zu den Mitfavoriten. Aber Mutter Harms muss bilanzieren, „dass die Osteuropäer wohl schnelleres Maschinenmaterial haben als wir – und auch härter fahren“.

Bager geht in seinen ersten beiden Läufen jeweils in Führung, hält dann aber jeweils die Linie nicht optimal. Im ersten Heat gerät er zu weit nach außen, sodass Elias Jamil Jensen – der am Ende WM-Dritter werden wird – vorbei ziehen kann. Im zweiten Anlauf lässt er sich außen von Brady Landon, dem späteren WM-Zweiten, überholen.
In seinem letzten Lauf stürzt Andrejs Smulkevics aus Litauen so knapp vor ihm, dass auch Bager sich hinlegen muss, um einen Aufprall zu vermeiden. Dabei geht seine Maschine Nummer 1 kaputt, auf dem Ersatzmotorrad holt er noch einen Zähler – und wird am Ende mit acht Punkten Achter.



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