Mayer unterm Messer
- Norbert Ockenga
- vor 10 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
So geht es Simon Mayer nach seinem dramatischen Crash mit Amber Kramer in Heerenveen.
Simon Mayer war unterm Messer. Der 21-jährige Bayer ist am Donnerstag in Vogtareuth an seinen rechten Knie operiert worden, das er sich beim Roloef-Thijs-Pokal in Heerenveen ramponiert hatte.
Die Meniskusverletzung hatte sich im Nachhinein als schwerwiegender herausgestellt als zunächst gedacht. „Der Meniskus war im Kniegelenk eingezwängt, ein Mal komplett umgedreht und dazu noch ein paar Mal angerissen“, schildert Mayer vom Krankenbett. „Deswegen habe sie ihn mit sechs Stichen wieder annähen müssen. Die OP selbst war relativ schnell rum. Das war nicht so dramatisch.“
Dafür dauert die Heilung um so länger. „Die Saison im Yamaha-Cup ist fürs Erste gestrichen. In der ersten Woche darf das Knie höchstens um 15 Grad gebeugt werden, in der zweiten dann um 30 Grad, in der dritten 60 und in der vierten auf 90 Grad. Dann darf ich erst langsam anfangen, das Knie wieder zu belasten“, knirscht Mayer. „Ich darf drei Monate nicht an den Start gehen. So lange darf ich keinen Sport machen – und schon gar kein Motorradl fahren.“

Die Verletzung hatte er sich zugezogen, weil das Motorrad von Amber Kramer nach deren Sturz wie ein Torpedo quer über die Bahn geschossen und genau an Mayers Knie eingeschlagen war. „Der Knochen selbst hat so einen brutalen Schlag bekommen, dass er ja nicht belastet werden, sonst kann er nicht verheilen“, schildert er. „Die Heilung dauert deswegen so lange, weil nicht nur eine Sache kaputtgegangen ist, die relativ schnell verheilt, sondern gleich drei Dinge: der Meniskus, der Knochen – und die ganzen Weichteile haben auch noch einen Schlag abbekommen.“



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