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Neue Jugendbewegung

Aktualisiert: vor 4 Stunden

Am Wochenende erfolgte der Startschuss zu einer neuen Förderung junger deutscher Fahrer – als Gemeinschaftsprojekt von Verband und Privatleuten.


Hannah Grunwald hat einen auffallend unverstellten Blick auf ihren Sport. „Der Zusammenhalt und der Austausch von uns Fahrern untereinander kommt bei den normalen Rennen im Fahrerlager meist zu kurz“, weiß die Parchimerin. „Ich finde es aber wichtig, dass man sich miteinander unterhält. Deswegen haben die letzten beiden Tage auch richtig was gebracht.“


Denn freitags und samstags hat eine neue Initiative für den deutschen Nachwuchs ihre ersten Veranstaltungen absolviert – in Neuenknick und in Cloppenburg. Neben Grunwald waren auch Mario Häusl, Levi Fittkau, Patrick Hyjek, Tyler Haupt, Levi Böhme und Thies Schweer dabei.


Der Austausch untereinander kommt oft zu kurz. – Hannah Grunwald

Der Anstoß dazu sei auf Mathias Bartz, einen der beiden deutschen Teammanager, und Exfahrer René Deddens zurückgegangen. „Als ich aufgehört habe, Rennen zu fahren, kam das immer mehr auf“, erinnert sich Deddens. „Im Rahmen der Paar-WM hat es dann weiterführende Gespräche auch mit Kai Huckenbeck und Matze Bartz gegeben.“


Huckenbeck und Deddens sind eng befreundet, zusammen mit Bartz hat das Dreigestirn nun eine Reihe von Fahrern eingeladen, „von denen wir glauben“, so Deddens, „dass sie besonders viel Potenzial haben und entsprechend gefördert werden sollten“.


Nationalteammanager Matze Bartz betreute in Cloppenburg Nachwuchs und Rote Fahne gleichzeitig. Foto: Heike Kleene
Nationalteammanager Matze Bartz betreute in Cloppenburg Nachwuchs und Rote Fahne gleichzeitig. Foto: Heike Kleene

Dabei sei es nicht nur ums reine Fahren gegangen. „In Neuenknick haben wir morgens eine Sporteinheit eingelegt, bei der wir gezeigt haben, wir man sich optimal für die Rennen aufwärmt. Danach ging’s ans Fahren – und nachmittags sind wir nach Cloppenburg rübergefahren“, schildert Deddens. „Wir haben dann in der Firma von Lothar Koopmann“ – dem Ersten Vorsitzenden des MSC Cloppenburg – „geduscht und in einem von seinen Konferenzräumen teambildende Maßnahmen unternommen. Dabei ging es um Reaktionstrainings, etwa mit Übungen, die wir an die Wand geworfen haben, aber auch auf dem Balanceboard. Und wir haben auch etwas mit Humor genommen – etwa ein Wissensquiz über alle Hauptstädte Europas.“


Huckenbeck war sowohl in Neuenknick als auch Cloppenburg als Instruktor und Ratgeber vor Ort, Bartz fungierte de facto als Rennleiter und Sportwart. „Kai ist eher der Techniker als ich“, gesteht Deddens. „Er hat sich sehr stark mit eingebracht – und auch bei einigen Fahrern konkret mit der Technik ausgeholfen. Einem ist in Neuenknick ein Motor eingegangen, da hat er beim Wechsel mitgeschraubt – und einem hat er nach Cloppenburg einen seiner eigenen Vergaser mitgebracht.“


René Deddens ist einer der Ideengeber des neuen Nachwuchsprogramms. Foto: Heike Kleene
René Deddens ist einer der Ideengeber des neuen Nachwuchsprogramms. Foto: Heike Kleene

Nach den ersten beiden Einheiten seien konkret noch keine weiteren Termine geplant. Die Teilnehmer hoffen aber auf mehr. „Fürs Teambuilding“ schwärmt etwa Ulli Schweer, dessen Sohn Thies aus Zetel mit dabei gewesen ist, „hat das echt viel gebracht.“


 
 
 

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