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Niedermaier brilliert in Schweden

Max Niedermaier liegt nach zwei Allsvenskan-Rennen auf Platz 1 der schwedischen Averageliste.


Jo Sætre sorgt für Hektik. Und für lange Arme. Beim zweiten Durchgang der Allsvenskan-Eisspeedwayliga in Schweden beklagt der Norweger, der fest in den Dunstkreis von Martin Haarahiltunen eingeflochten ist, einen Motorschaden. Auch nach dem hektischen Motorwechsel läuft die Maschine von Sætre nicht rund.


Deswegen muss Max Niedermaier d.J. in Strömsund Extraschichten schieben.


Und der 25-jährige Bayer wird zu einem Hauptdarsteller des ersten Eisspeedwayligawochenendes im tief verschneiten Schweden: Nach den ersten beiden Renntagen führt Niedermaier die Punktedurchschnittsliste aller Fahrer der Liga – auf gut Schwedisch „Snittlista“ genannt – vor Leon Kramer an. Und sein Team Östersund, in dem auch Simon Mayer und Paul Cooper fahren, rangiert in der „Serietabell“ auf Rang 2, mit nur einem Zähler Rückstand auf Bollnäs.


Die ersten beiden Renntage leiden darunter, dass manche Teams nur ihren zweiten Sturm aufs Eis schicken. Vor allem Örnsköldsvik. Das Feld ist längst nicht so hochkarätig wie die vollständige Kadernennliste einem schmackhaft gemacht hat.


Niedermaier kann aufgrund einer Eigenheit in der Ligagesetzgebung am ersten Spieltag als Reservist eingesetzt werden, obwohl er rein fahrerisch der Stärkste der Östersunder ist: In Paul Cooper und Simon Mayer stehen zwei Neulinge im Aufgebot, und Novizen werden in Schweden stets pauschal mit zwei Punkten in der ersten „Snittlista“ eingestuft; Sætre und Niedermaier bringen dagegen ihre Vorträge aus dem früheren Rennjahr mit.


Beim zweiten Lauf der Allsvenskan-Liga gewinnt das Team des Inn-Isar-Trios Max Niedermaier d.J., Simon Mayer und Paul Cooper. Foto: Patrick Rensbo
Beim zweiten Lauf der Allsvenskan-Liga gewinnt das Team des Inn-Isar-Trios Max Niedermaier d.J., Simon Mayer und Paul Cooper. Foto: Patrick Rensbo

Niedermaier wird je ein Mal für Cooper und Mayer reingebracht und gewinnt seine Läufe gegen Martin Hallström aus Gävle und Hans-Olof Olsén aus Strömsund. Gegen Leon Kramer aus Bollnäs wird er zwei Mal Zweiter. Kramer ist am Samstagabend der überragende Fahrer, zwar erfährt er von Melwin Björklin nur mäßige Unterstützung, führt aber Bockarna Bollnäs zum Sieg mit vier Laufpunkten Vorsprung vor Örnsköldsvik.


Und das auch nur, weil die Entscheidung über Rang 2 im Stechen fällt. In dem besiegt Sebastian Reitsma für Rundbana den anstelle von Niedermaier reingeschickten Sætre. Dieses Ergebnis soll einen Tag später dafür sorgen, dass nicht Östersund, sondern Bollnäs nach dem ersten Rennwochenende auf Tabellenplatz 1 steht.


Das Eis in Strömsund ist berühmt-berüchtigt dafür, dass es schnell rau und ruppig, ja heikel wird. So auch am Sonntagnachmittag. Heimfahrer Josef Kreuzberger, der schon am Vorabend einen starken Eindruck hinterlassen hat, kommt damit besser klar als seine schwedischen Teamkollegen. Jimmy Hernell stürzt schon in seinem ersten Heat, reißt dabei Reitsma mit ins Verderben und kommt danach nurmehr sporadisch ans Band. Damit verlieren die Gastgeber ihre wichtigste Stütze.


Niedermaier dagegen gewinnt vier Heats, muss einige Male für den von Technikgebrechen geplagten Sætre einspringen und daher sogar gegen Rennende, auf mühsamem Eis, ohne nennenswerte Erholungspausen auskommen. Das raubt ihm im letzten Lauf die Kraft. Doch da springt Paul Cooper ein: Der Yorkshireman gewinnt ebenfalls zwei Heats. Simon Mayer holt bei seinem erst zweiten Eisspeedwayrennen fünf Punkte – und das Inn-Isar-Dreigestirn lässt den fahrlässigen Auftritt von Sætre so in Summe glatte vergessen: Dank Niedermaiers 15 Punkten und der Addition aus 12 von Mayer und Cooper gewinnt Östersund den zweiten Renntag – vor Bollnäs. Örnsköldsvik spielt keine Rolle, nachdem Reitsma bereits in seinem ersten Lauf von Hörnell umgesäbelt zu Fall kommt und danach nicht mehr antritt.


So führt Niedermaier nach zwei Durchgängen die Averageliste aller Fahrer an. In der Tabelle rettet Bollnäs einen Punkt Vorsprung vor Östersund in den nächsten Renntag.


Zahlen, bitte


Durchgang 1, 24. Januar, Östersund


1. Bockarna Bollnäs 29 Laufpunkte

2. Örnsköldsvik 25

3. Östersund 25

4. Gävle 24

5. Strömsund 17


Durchgang 2, 25. Januar, Strömsund


1. Jämtarna Östersund 30

2. Bockarna Bollnäs 28

3. Strömsund 25

4. Gävle 20

5. Örnsköldsvik 15



Serietabell


1. Bockarna Bollnäs 7 Matchpunkte

2. Jämtarna Östersund 6

3. Örnsköldsvik 3

4. Gävle 2

6. Strömsund 2


Snittlista


1. Maximilian Niedermaier d.J. 2,5 Punkte

2. Leon Kramer 2,273

3. Sebastian Reitsma 2,25

4. Josef Kreuzberger 2

5. Isak Dekkerhus 2

6. Melwin Björklin 2


Ausgiebige Erklärungen von Max Niedermaier und Simon Mayer zu ihren beiden Rennen in der Allsvenskan-Eisspeedwayliga folgen hier in nächster Zukunft.


 
 
 

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