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Operation an exponierter Stelle

31. Aug.
2 Min. Lesezeit

Warum Kenneth Kruse-Hansen wirklich den nächsten Langbahn-WM-Lauf absagen musste und wie er das Grasbahn-EM-Finale beurteilt.


Nach dem EM-Finale ist Zeit für andere Prioritäten. „Ich fühlte mich direkt danach schon ziemlich unwohl“, gesteht Kenneth Kruse Hansen – nachdem er seinen EM-Titel an Romano Hummel verloren und den Tag in Aduard mit Rang 4 abgeschlossen hatte.


Deswegen legt der Däne nun auch eine Pause ein. Den nächsten Langbahn-WM-Lauf in Morizès hat er bereits abgesagt, weil er sich um seine Gesundheit kümmern muss. „Ich habe schon seit längerer Zeit einen Knoten neben meinen rechten Hoden. Bei den Rennen tut der schon weh – aber nach den Rennen schmerzt es noch viel mehr“, verrät Kruse Hansen. „Es ist schon sicher diagnostiziert, dass es sich nicht um Krebs handelt, sondern nur ein Knoten. Aber er benötigt eine kleine Operation. Der muss ich mich jetzt unterziehen. Hoffentlich bin ich rechtzeitig zur Team-WM wieder zurück. Die Ärzte glauben, das sei möglich – aber nicht ohne Plackerei.“


Es ist schon diagnostiziert, dass es kein Krebs ist. – Kenneth Kruse Hansen

Die Schmerzen, die ihn in Roden bei der Team-WM noch begleiten würden, wolle er aber in Kauf nehmen, versichert Kruse Hansen: „Ich würde Dänemark dort nur zu gern vertreten. Wir haben ein vielversprechendes Team und können da ein gutes Ergebnis für unser Land holen. Aber jetzt muss ich mich erstmal ausruhen und erholen. Am Mittwoch habe ich eine weitere Konsultation mit den Ärzten, im September sehe ich sie wieder. Ich hoffe, dass alles gut verläuft, aber bei so etwas kann man sich nie restlos sicher sein.“


Kenneth Kruse Hansen kann seinen Schleifschuh zunächst nicht anziehen. Foto: HighSpeedPhotographix
Kenneth Kruse Hansen kann seinen Schleifschuh zunächst nicht anziehen. Foto: HighSpeedPhotographix

Und wie ist das EM-Finale bei Groningen für ihn verlaufen? „Der Regen hat eine große Rolle gespielt, über die gesamte Veranstaltung hinweg. Aber der Bahndienst hat sofort und großartig reagiert, um uns die bestmögliche Bahn zu geben. Die haben sichergestellt, dass wir den bestmöglichen Belag kriegen. In den ersten paar Rennen war es noch sehr heikel: sehr griffig an manchen Passagen, rutschig an anderen. Vor den letzten Heats kam dann wieder neuer Regen und machte es wieder ein bisschen schwierig“, analysiert er. „Ich habe mich gefreut, mich direkt fürs Finale qualifiziert zu haben. Dort bin ich vom sechsten Startplatz aus recht gut weggekommen – und war auf dem Motorrad sicher, dass ich zu allen anderen Fahrern aufgeholt hatte, als ich auf die erste Kurve zufuhr. Aber Romano Hummel hatte andere Vorstellungen: Er hat mich ein bisschen weit rausgedrängelt. Dadurch sind Shanes und Meijerink durchgeflutscht. Wäre das nicht geschehen, wäre Platz 2 sicher drin gewesen. Aber Rang 4 ist auch nicht verkehrt.“


Den nächsten Langbahn-Grand Prix in Südfrankreich verfolgt er trotz des Knotens an exponierter Stelle mit wachen Augen: „Ich wünsche allen Fahrern viel Glück für Morizès. Ich sehe schon: Das wird ein heißer Ritt – mit bis zu 31 Grad. Ich hoffe, sie bringen die Rennen da gut über die Bühne.“

 
 
 

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