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Aus dem Krankenstand an die Elbe

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Maximilian Liewald verpasst bei seinem letzten Auftritt in der Achtelliterklasse knapp sein selbst gestecktes Ziel.


Der Abschied geht geschwächt vonstatten. Denn am Dienstag und Mittwoch vorm Jugend-Europapokal in Pardubitz hat Maximilian Liewald noch mit 40 Grad Fieber im Bett gelegen. Zu seinem letzten Rennen in der Achtelliterklasse vor dem Aufstieg in die 500R-Kategorie 2027 peilt der Youngster vom AC Landshut dennoch einen Platz unter den ersten 10 an – und liegt bis zu Lauf 12 auch durchaus auf Kurs.


Die Rennen in Pardubitz nehmen einen ungewöhnlichen Verlauf. Die Bahn ist wegen des Goldhelmwochenendes noch angefasst. „Bei der Bahnbegehung hat sich Bahn innen eher schlecht gezeigt“, blickt Vater Helmut Liewald zurück. „Insbesondere in der Zielkurve waren größere Nester mit viel losem Material.“


Maximilian Liewald, eigentlich vom Stil her innen bis auf ein Drittel Bahnhöhe unterwegs, orientiert sich deswegen beim Europapokal ungewohnt weit nach außen. Da macht er zwar sichtlich Meter, doch auf dem gerade für 125-Kubikmaschinen ellenlangen Oval erweist sich der innere Weg als der bessere.


In Lauf 1 erwischt Liewald den besten Start, wird dann aber in der ersten Kurve vom späteren Gesamtsieger Bartosz Bartkowiak überholt. Danach hält er zweieinhalb Runden lang Platz 2, fährt aber nicht so konsequent innen wie Dominik Suchánek – sodass der Tscheche, de ran Ende Gesamtvierter werden wird, ihn noch auf Rang 3 verdrängen kann.


Bis zu seinem Sturz in Lauf 12 führt Maximilian Liewald vor Elyas Dirksen und Rick van der Steen.
Bis zu seinem Sturz in Lauf 12 führt Maximilian Liewald vor Elyas Dirksen und Rick van der Steen.

In seinem zweiten Lauf ist der vom Start weg Dritter, kommt über außen zwar an Valters Buss heran, kann den aber nicht attackieren. Sein dritter Heat stellt scheinbar die Weichen für die Top 10: Er trifft auf Landsmann Elyas Dirksen aus Emden und auf den ebenfalls mit deutscher Lizenz fahrenden Rick van der Steen aus den Niederlanden. Liewald übernimmt vom Start das Kommando, hält sich weiter außen als Dirksen und setzt sich vom Ostfriesen ab.


Zunächst hat Dirksen einen Beinahesturz. Dann stürzt Liewald sicher in Führung liegend am Kurvenausgang der ersten Ecke, nachdem ihm das Hinterrad wegschmiert. „Maximilian meinte, er hätte den Fuß zu früh von der Bahn genommen“, rekapituliert Vater Helmut. „Durch diesen Sturz hat sich Maximilian einen Platz unter den ersten 10 vertan.“


In Lauf 4 verpasst er wegen der Reaktionszeit den Start, in Lauf 5 hält er vom gelben Startplatz Anschluss an Laufsieger Sawin Turowski, doch wieder fährt der Pole weiter innen als Liewald, sodass der Bayer keinen Hebel ansetzen kann. „Allgemein ist ihm erst auf den Filmen bei der Analyse bewusst geworden, dass er oft recht weit außen war“, sagt Papa Helmut. „Auch wenn wir einen Platz unter den ersten 10 erhofft haben, war ich doch froh, dass Maximilian nach seiner Erkrankung überhaupt an den Start gehen konnte.“


In der Endabrechnung wird er zwei Plätze hinter Dirksen 12., gefolgt von den beiden unter deutscher Flagge segelnden Niederländern Rick van der Steen auf Rang 13 und Ravi Nijenhuis auf der 14. Stelle.

 
 
 

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