Reitsma dirigiert Paarübungen
- Norbert Ockenga
- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Sebastian Reitsma und Leon Kramer spulen im Training am Freitagmorgen mehrere Programme ab.
Es ist nur eine kurze Handbewegung auf der Gegengeraden. Aber sie zeigt: Die niederländischen Fahrer nutzen das Freie Training am Freitagvormittag nicht nur zur Vorbereitung auf den Roloef-Thijs-Pokal – sondern auch schon, um sich auf die Mannschafts-WM am Sonntagnachmittag einzuschießen.
Sebastian Reitsma fährt in seiner Gruppe voran, direkt hinter ihm: Landsmann Leon Kramer, der bei den Oranjes für die dritte Planstelle nominiert ist – also jederzeit eingewechselt werden kann. Reitsma dirigiert den Blondschopf mit Wahlwohnsitz Schweden nach innen: Er orchestriert schon erstmals jenes Paarfahren, das am Sonntag wichtig sein wird und das im Eisspeedway aufgrund der Dynamik der Rennen anders funktioniert als im Sommer auf Schlacke.
Wir wissen genau, wer von uns wo welche Stärken hat. – Sebastian Reitsma
Wenn sich die Paare optimal zusammenfinden, die Bahn in Raumdeckung nehmen und die Gegner an sich abperlen lassen wollen, dann müssen Geschwindigkeitsunterschied und Staffelung von außen nach innen genau abgestimmt sein. „Wir haben da ein bisschen was versucht“, bestätigt Reitsma nach dem Training. „Wir haben zwar auch schon in Schweden im Winter gemeinsam gefahren und wissen genau, wer von uns wo welche Stärken hat. Aber das Layout und die Geschwindigkeit auf der Bahn in Heerenveen sind anders als in Schweden, deswegen müssen wir uns das noch wieder etwas weiter erarbeiten.“

Der amtierende Titelverteidiger des Roloef-Thijs-Pokals setzt darauf, dass zwischen den Niederländern ein blindes Verständnis eintreten wird. Und ansonsten seine Prioritäten auf den Roloef-Thijs-Pokal: „Ich habe nur im Startbandtraining mein Ersatzmotorrad probiert, ansonsten bin ich alle Sitzungen mit der Nummer 1-Maschine gefahren – wie in Inzell. Das Rennen am Freitagabend ist das wichtigste für mich, dann schauen wir, was am Sonntag folgt. Der Grand Prix am Samstag ist zwar auch wichtig – aber der Thijs-Pokal ist wichtiger. Denn es wäre schon schick, den zum zweiten Mal gewinnen zu können.“



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