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Riss' erster Ritt

Erik Riss hat sich zum ersten Mal wieder auf ein Motorrad gewagt – im rein privaten Umfeld. Was dabei rausgekommen ist.


Jörg Tebbe wartet immer noch. Der Bundesberti der deutschen Langbahnnationalmannschaft sagte beim WM-Lauf in Scheeßel, er wolle noch sehen, ob und wann Erik Riss wieder fahren könne – und ob der Memminger nicht doch noch für eine Nominierung für die Mannschafts-WM in Vechta infrage käme.


In dieser Woche hat Riss zum ersten Mal wieder einige Proberunden gedreht – auf seiner eigenen Trainingsbahn in Bad Wurzach. Dort, auf seiner Hausbahn im Allgäu hatte er bei der kleinen Handvoll Runden bemerkt, dass er mit der Entscheidung, keine Rennen zu fahren, absolut richtig gelegen hätte. Selbst beim Minitest sei ihm noch aufgefallen, dass ihm die blitzschnelle Reaktion auf dem Motorrad immer noch fehlen würde.


Das letzte bisschen schneller Reaktion hätte ihm gefehlt, er hätte bemerkt, dass sein Kopf selbst beim Alleinfahren ohne anderer Fahrer rund um ihn herum teilweise mit dem Tempo und den Eindrücken nicht mitgekommen sei.


Auf seiner eigenen Trainingsbahn in Bad Wurzach hat Erik Riss sich diese Woche wieder probiert. Foto: Jörg Grohmann
Auf seiner eigenen Trainingsbahn in Bad Wurzach hat Erik Riss sich diese Woche wieder probiert. Foto: Jörg Grohmann

Riss hatte zuvor das Gefühl gehabt, er sei auf dem Wege der langsamen Besserung. Wenn er wochenweise zurückblicken würde, könne er sich die Fortschritte durchaus vor Augen führen. Trotzdem sei er noch weit entfernt von einer vollständigen Gesundung.


Rennen seien für ihn allerdings weiterhin nicht möglich, schlussfolgerte Riss nach dem privaten Fahrversuch. In England hätte er noch einige Rennen mit seinem Zweitligaverein Redcar, einem Vorort von Middlesbrough; dort würde er gern fahren, aber nur, wenn es ihm richtig gut ginge – nicht bei lediglich Gesundheitszustand geht so. Sein Erstligist Oxford hat die Playoffs nicht erreicht und deswegen in der Premiership schon Feierabend. Riss hat in der Endbilanz den besten Average der Mannschaft aus der Universitätsstadt: Riss hat einen Schnitt von 7,48, der heute beim Grand Prix in Breslau als Wildcard startende Maciej Janowski nur 6,62.


Erik Riss mit Lebensgefährtin Jenna, mit der er in England gerade ein neues Haus bezogen hat, und Förderer Jörg Grohmann am Flughafen Memmingen. Foto: Jörg Grohmann
Erik Riss mit Lebensgefährtin Jenna, mit der er in England gerade ein neues Haus bezogen hat, und Förderer Jörg Grohmann am Flughafen Memmingen. Foto: Jörg Grohmann

Das Resultat der Bad Wurzacher Proberunden lässt auch für die Langbahn-Team-WM im Reiterwaldstadion zu Vechta nur wenig Hoffnung. Dort tritt Deutschland als Titelverteidiger an. Sollte Riss nicht einsatzfähig sein, wäre die logische Aufstellung für Tebbe: Lukas Fienhage, Martin Smolinski, Stephan Katt und als Reserve Mario Niedermeier.


Daniel Spiller hat seine Saison nach einer Schulter-OP, die eine mindestens dreimonatige Heilungs- und Rehaphase nach zieht, inzwischen als für beendet erklärt.




 
 
 

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