So erging es Pentzek in der WM
- Norbert Ockenga
- vor 2 Tagen
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Levi Pentzek ist der einzige Deutsche in der Kinder-WM in Målilla – und beeindruckt in seinen letzten beiden Heats gewaltig.
Am Ende setzt er noch ein Ausrufezeichen. Beim SGP4-Lauf in Schweden, also der Kinder-WM für 11- bis 13-Jährige auf 190-Kubikzentimetermotorrädern, ist Levi Pentzek als einziger Deutscher am Start – und in seinem letzten Vorlauf sogar imstande, den späteren Gesamtdritten Raleigh McGregor aus Australien hinter sich zu lassen.
Pentzek spielt zwar im Titelrennen keine Rolle. Doch der Junior vom MC Güstrow ist derjenige Fahrer, der sich im Laufe des Rennvormittags in Målilla am meisten gesteigert hat: eingestiegen mit zwei letzten Plätzen, passt Pentzek samt Team seine Fahrweise und seine Abstimmung so an, dass er die Vorläufe mit zwei zweiten Rängen und insgesamt noch fünf Zählern beendet.
Mit dabei in seiner Box: nicht nur Großvater Ronny und Vater Thomas sowie Mutter Jette, sondern auch Ralf Peters, ein Urgestein und Faktotum des MC Güstrow. Peters war in den Achtzigern ein Mal Zweiter und drei Mal Dritter in der DDR-Landesmeisterschaft, ist inzwischen Teammanager bei den Ligamannschaften der Güstrow Torros – und hat einen besonderen Blick und ein gutes Händchen für Talente. „Es war für Levi eine Menge Neues. Sogar einen Dopingtest musste er absolvieren“, lächelt Peters in der Analyse von Pentzeks WM-Debüt. „Da ist es klar, dass diese ganzen Eindrücke einen so jungen Lern ein wenig in Ehrfurcht bringen.“
Sogar einen Dopingtest musste er absolvieren. – Ralf Peters
Der 11-Jährige, der in seinem Heimatverein LAC Mühl Rosin auch ein erfolgreicher 800-Meterläufer ist, hat zuvor bereits beim Europacup der 190-Kubikklasse in Västervik den 11. Rang belegt, beim eine Stunde weiter südlich und etwas mehr im Landesinneren Schwedens stattfindenden WM-Rennen langte es zu Endrang 12. „Die Familie hat mit Hilfe von außen zwei Motorräder angeschafft“, rekapituliert Peters. „Man hätte auch ein Leihmotorrad bekommen können, gegen einen Kostenbeitrag – aber erst, wenn eines übrig bleibt. Die Fahrer, die aus Übersee angereist sind, hatten da Vorrang.“

Pentzek kommt aus der 85-Kubikklasse, wo er in Ludwigslust Deutscher Jugendmeister geworden ist. „Da Levi erst seit Kurzem über diese 190-Kubikmotorräder verfügt, war die Zeit, sich richtig vorzubereiten, knapp. Nach zwei Nullern haben wir alle zusammen sowohl fahrerisch als auch technisch Lösungen gefunden, um besser zu werden“, so Peters.
Und wie ist die Steigerung konkret gelungen? Mit, antwortet Peter, „ein wenig Aufrütteln sowie Zuspruch auf das eigene Können, das Anpassen von Setup, vom Kurvenradius und an den aufgehenden Bahnbelag“. So langt es am Ende noch zum Ausrufezeichen gegen eine der beiden starken Aussie Boys: „Wir sind stolz, zusammen mit Levi den Drittplatzierten des Rennens im letzten Vorlauf geschlagen zu haben.“



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