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Um einen Platz gescheitert

Lenja Tebbe versucht in Scharnowitz alles, schrammt aber knapp am Weiterkommen vorbei.


Knapp vorbei: Lenja Tebbe hat in Scharnowitz um einen Platz die Qualifikation verpasst. Die 16-jährige Emsländerin begann mit zwei dritten Plätzen – und erlebte einen turbulenten Nachmittag.


Ihr zweiter Einsatz ist drei Mal abgebrochen worden, ehe sie ihren Punkt schreiben konnte. In ihrem vierten Heat konnte sie nach gutem Start ihre Linie nicht halten und rutschte zu weit raus. „Und Überholen war heute ganz schwer“, berichtet Vater Jörg Tebbe. „ Die Bahn ist genau 400 Meter lang, und die Inennlinie ist die schnellste Linie. Außen lagen nur lose Steinchen, da wurde es leicht rollig. Wenn man da reinfuhr, hatte man keinen Griff, sondern ist einfach nur gerutscht. Einige sind dort auch regelrecht weggerutscht.“


Lenja Tebbe in Scharnowitz mit Vater Jörg und dem deutschen Jugendwart Mirko Wolter (rechts). Foto: Kerstin Öltjenbruns
Lenja Tebbe in Scharnowitz mit Vater Jörg und dem deutschen Jugendwart Mirko Wolter (rechts). Foto: Kerstin Öltjenbruns

Bereits nach den ersten Heats änderte Tebbe sowohl Übersetzung und Zündung als auch den eigentlichen Fahrstil: „Dabei ging es darum, wie sie die Kurven fährt: mit weniger Verlust und mehr im Langbahnstil. Denn wenn ein 250-Kubikmotor erst Mal im Keller ist, wird es schwierig, dass die Drehzahl überhaupt wieder hochkommt.“


Mit der angepassten Fahrweise ergatterte Tebbe noch einen zweiten Rang, wies am Ende aber drei Zähler Rückstand auf den Finnen Luca Heikkilä als letzten Qualifikanten für morgen Nachmittag auf. „Damit gerechnet, dass sie im Finale stehen würde, haben wir überhaupt nicht“, relativiert Jörg. „Wir sind hier nur hergefahren, um möglichst viel zu lernen. Und genau das hat sie auch gemacht.“

 
 
 

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