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Wetterbericht aus dem Hexenkessel

Eine gute Stunde vor dem ersten Lauf in Lodz braut sich über Mittelpolen was zusammen.


Die Vorbereitungen sind getroffen, aber Lage und Stimmung bleiben angespannt. Denn der Wetterbericht hat seit dem Nachmittag eine Verschärfung der Lage vorausgesagt.


Bei der ersten Präzisierung der Unwetterwarnung, die am Vormittag ausgegeben war, hatte das Regenradar noch versprengte, jeweils kleine und vereinzelte Bereiche mit lokalen Starkregen- und Hagelwolken gezeigt – inmitten einer Regenfront, die diagonal von der Ostsee runter über Plock längs überm Land lag. Im Laufe des Nachmittags verdichteten sich diese einzelnen Bereiche zu einer recht großen Unwetterfront – die schnurstracks von Südwesten auf Lodz zuzieht.


Den ganzen Nachmittag über schien die Sonne über dem Stadion. Gegen 17:05 Uhr zog sich dann der Himmel immer weiter zu, die ganze Gegend rund um die Bahn tauchte sich in ein bedrohliches Dunkelgrau, wie vor einem mordsmäßigen Sommergewitter.


So sah es um 17:55 Uhr im Stadion von Lodz aus. Foto: Discovery
So sah es um 17:55 Uhr im Stadion von Lodz aus. Foto: Discovery

Doch das erste Gewitter ging nicht hernieder, sondern zog weiter, sodass gegen 17:45 Uhr schon wieder gleißender Sonnenschein die Arena in ein Meer von Farben tauchte. Die Bahnabdeckung strahlte nicht nur blau in den Himmel – sie ist auch so gelegt worden, quasi mit einem Kragen hinauf auf die Bande, dass allfällige Niederschläge auf jeden Fall direkt hinunter und in die Drainage hinein gelenkt werden.


Um 18:12 Uhr brach sich dann das zweite Gewitter der Front direkt über dem Stadion seine Bahn, der Regen prasselte auf die Plane nieder. Doch die hält, was ihr Kragen und ihre Befestigung verspricht. Zwar regnete es beharrlich, mit Blitz und Donner, doch ein echtes Wetterchaos scheint nicht zu befüchten, wenn es um 19 Uhr losgeht.

 
 
 

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