Umbuchungs-Verfahren
- Norbert Ockenga
- vor 13 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Auf der ersten Etappe vom Törn ins schwedische Trainingslager wird aus Reisefieber schon gleich Reisestress.
Neujahr ist Hochzeitstag. Denn heute wird beim Tuner Steffen Höppner verheiratet. So heißt es im Motorsportjargon, wenn ein Rennmotor in ein noch leeres Chassis eingebaut wird.
Diese Hochzeit in Brandenburg ist quasi die erste Etappe der Reise von Inn-Isar-Racing in den hohen Norden, nach Schweden.
Aber Pläne sind dazu da, geändert zu werden.
Denn schon bevor es mit der Abreise zum Trainingslager in Örnsköldsvik so richtig ernst wird, muss der Törn zum ersten Mal umgeschmissen werden.
Wir fahren jetzt ab Travemünde und müssen unseren Zeitplan um zwei Stunden straffen. – Steffen Höppner
Eigentlich hatten die gleichnamigen Vettern Max Niedermaier zusammen mit ihren Mechanikern geplant, von Bayern hoch zum Tuner Steffen Höppner zu fahren – der in einem Dorf unweit der Speedwaybahn von Wittstock wohnt – und dort dann in Ruhe die Vermählung von Rahmen mit Motor vorzunehmen. „Das hat Tradition, dass die ein paar Stunden vorher losfahren, um bei Steffen Höppner die Motoren einzubauen“, verrät Christian Platzer.
Der Teamchef von Inn-Isar-Racing ist gemeinsam mit Rainer Dachs und Klaus Bisl per Flieger unterwegs. Beim Zwischenstopp in Amsterdam wird der englische Grasbahn- und Eisspeedwayfahrer Paul Cooper zur bayerischen Reisegruppe stoßen. „Die Motoren waren beim Service bei Steffen Höppner. Das Moped von Max Niedermaier ist noch ohne Motor, der wird heute bei Höppner eingebaut, und dann fahren sie noch eine Stunde zur Fähre nach Rostock.“

Eigentlich.
Also quasi: Sonst.
Von dort sollte dann nämlich nach Schweden übergesetzt werden. Alle fünf Autos von Inn-Isar-Racing hätten sich dort um 23 Uhr im Fährhafen der Ostseestadt treffen sollen. Aber „leider ist das Wetter bei uns sehr stürmisch“, meldet Höppner am Mittag des Neujahrstages, als die Bayern noch unterwegs auf der Autobahn sind. „Die Fähre ab Rostock ist gecancelt. Wir fahren jetzt ab Travemünde. Das heißt für uns, wir müssen unseren Zeitplan um zirka zwei Stunden straffen und uns dementsprechend ein bisschen spitzen.“



Kommentare