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Und gleich der nächste Pole

So lief das Finale der Viertelliter-Jugend-WM in Breslau.


Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat sich der Pole Franciszek Szczyrba den Titel des Speedway-Jugendweltmeisters in der 250-Kubikzentimeterklasse gesichert. Beim SGP3-Finale im polnischen Breslau begeisterte der Nachwuchsfahrer die heimischen Fans und gewann die Weltmeisterschaft der Unter-16-Jährigen vor einer Rekordkulisse.


Obwohl Szczyrba sein Auftaktrennen lediglich auf Rang zwei beendete, ließ er anschließend keine Zweifel mehr an seinen Ambitionen aufkommen. Mit vier aufeinanderfolgenden Laufsiegen im traditionsreichen Olympiastadion von Breslau sammelte er insgesamt 14 Punkte und sicherte sich souverän die Goldmedaille. „Ich habe überhaupt keinen Druck gespürt“, erklärte der neue Weltmeister nach seinem entscheidenden Sieg im neu gestarteten 19. Lauf. „Ich wusste, dass ich dieses Rennen gewinnen musste, um Weltmeister zu werden – und genau das habe ich getan. Im Moment kann ich es noch gar nicht richtig fassen, aber wenn ich zu Hause bin, werde ich vor Freude auf- und abspringen.“


Mit dem WM-Titel setzt Szczyrba seine Erfolgsserie fort. Bereits Anfang des Jahres hatte er die Europameisterschaft in der 250-Kubikklasse gewonnen. „Mein nächstes Ziel ist die polnische Meisterschaft. Vielleicht kann ich auch den Europameistertitel verteidigen. Ich werde versuchen, jedes Rennen zu gewinnen und dabei den Spaß nicht zu verlieren.“


Spannend verlief der Kampf um die weiteren Podestplätze. Die beiden früheren SGP4-Fahrer Brady Landon aus den USA und Elias Jamil Jensen aus Dänemark lagen nach den Vorläufen ebenso bei 13 Punkten wie der Australier Cooper Antone. Damit musste ein Stechen über Silber und Bronze entscheiden.


Das Stechen war verrückt. – Brady Landon

In einem packenden Finale setzte sich Landon durch und gewann nach seinem SGP4-Titel aus dem Jahr 2024 nun die Silbermedaille in der SGP3-Serie. Bronze ging an den Dänen Jamil Jensen, während Antone knapp das Podium verpasste. Insgesamt verfolgten 3.100 Zuschauer die Rennen – mehr Besucher als je zuvor bei einer Speedway-Jugendveranstaltung. „Das fühlt sich großartig an“, sagte Landon. „Ich hatte einen guten Tag, auch wenn einige Läufe schwierig waren. Das Stechen war verrückt. Elias hat mehrfach versucht anzugreifen, und ich musste ihn die ganze Distanz hinter mir halten.“


Für den Amerikaner endet damit seine Zeit in der SGP3-Klasse: „Ich weiß noch nicht genau, was nächstes Jahr kommt, aber die SGP2 ist das nächste Ziel.“


Franciszek Szczyrba ist in Breslau überlegener Junior. Foto: FIM
Franciszek Szczyrba ist in Breslau überlegener Junior. Foto: FIM

Auch Elias Jamil Jensen zeigte sich mit seiner Bronzemedaille zufrieden. Nachdem er 2023 der erste SGP4-Weltmeister überhaupt geworden war, fügte er seiner Erfolgsbilanz nun einen weiteren internationalen Podestplatz hinzu. „Ich wusste, dass Brady und Cooper im Stechen sehr schnell sein würden. Deshalb war der Druck groß“, sagte der Däne. „Brady erwischte einen perfekten Start. Ich versuchte zunächst innen vorbeizukommen, dann außen – beides war nicht möglich. Also habe ich das Rennen einfach genossen und dafür gesorgt, dass ich die Bronzemedaille mit nach Hause nehme.“


Eine wichtige Rolle auf seinem Weg zum Erfolg spielt für Jamil Jensen der dreifache Speedway-Weltmeister Erik Gundersen, der sich seit Jahren intensiv um die Ausbildung junger Fahrer kümmert. „Erik ist eine riesige Hilfe für mich. Wir sprechen fast jeden Tag miteinander“, erklärte Jamil Jensen. „Nicht nur an der Rennstrecke, sondern auch außerhalb. Er gibt uns Tipps, nimmt uns den Druck und ist ein großartiger Mentor. Ich kann mir niemanden vorstellen, der mich besser unterstützen könnte.“

 
 
 

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