Wasserwagen gegen Bande 1:0
- Norbert Ockenga
- 23. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Ein grotesker Unfall und einige Fahrerabsagen bescheren den Bergring-Organisatoren einen reichlich stressigen Freitag.
Es geschehen die wunderlichsten Dinge. Die ehrenamtlichen Helfer vom Grasbahnrennen auf dem Bergring Teterow mussten vorm Trainingstag eine Nachtschicht einlegen: Es galt, 50 Meter Bande komplett neu aufzubauen.
Denn weil in der Mecklenburgischen Schweiz der Frühsommer ausgebrochen ist, musste die Grasbahn in den Heidbergen am Abend vorm Training ausgiebig gewässert werden. Dabei kenterte am Samstagabend ein Wasserwagen, kullerte in die Streckenbegrenzung – und mähte 50 Meter Band komplett nieder.
Über Nacht bauten die Helfer die Planken samt der dahinterliegenden Sicherheitsmaßnahmen wieder auf. An der Stelle, wo der der Wasserwagen kopeisrter gegangen war, standen immerhin keine Airfences.

Die Fahrer, die am Nachmittag das Training auf dem Bergring aufnehmen, hatten am Vormittag schon die Gelegenheit, sich die Berg- und Talbahn anzuschauen. Sie wurden auf eine Besichtigungsrunde um die knapp 1,9 Kilometer lange Piste kutschiert.
Einhelliges Urteil: Die Bahn sei in einem sehr guten Zustand – und die neuen Airfences, die erstmals errichtet wurden, stünden genau an den richtigen Stellen: Sie seien ein Zugewinn für die passive Sicherheit, ohne so weit auf die Bahn zu ragen, dass sie den Fluss der Rennlinie stören würden.
Das Training beginnt am frühen Nachmittag und dauert dann inklusive aller Crossklassen und Rahmenrennen bis 16 Uhr. Danach geht’s auf der angrenzenden Speedwaybahn mit dem Auerhahnpokal weiter.
Für den hat der Veranstalter mit allerlei kurzfristigen Absagen zu verpflichten. Bei Martin Smolinski zwickt seit dem Vatertagsrennen in Herxheim wieder jene künstliche Hüfte, die seit dem Langbahn-Grand Prix in Scheeßel Kummer macht. Deswegen zog der Bayern am Freitag die Reißleine. Und der polnische Erstligist Breslau verweigert dem schon verpflichteten Artjom Laguta plötzlich die Freigabe – weil die Schlesier nach dem üblen Sturz von Dan Bewley in Dänemark auf Nummer sicher gehen und den Kader nicht weiter dezimiert sehen möchten.
Mario Häusl und Maksymilian Pawelczak springen in die Bresche.



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