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Welcome to the Peepshow

Anders Thomsen zelebriert seinen Grand Prix-Sieg von Målilla auf jene Art, die er vor vier Jahren in Landsberg für sich kultiviert und zum Kult gemacht hat.


Am Ende bedarf es noch der Aufmunterung vom neuen Chef. Richard Coleman, der neue Rechteinhaber der Speedwayweltmeisterschaften, ermuntert Anders Thomsen nach dem Überraschungssieg von Schweden ausdrücklich, wieder einen Strip und eine Ehrenrunde nur in Unnerbüx hinzulegen – wie es der Däne nach seinem letzten und bis dato einzigen WM-Laufsieg in Landsberg an der Warthe, seiner damaligen Heimbahn, auch schon gemacht hat.


Alle, raunt Coleman dem Dänen vom Superligatabellenführer Vojens zu, würden doch nur darauf warten.


Wir sind kein Großkonzern. Also müssen wir auch nicht auf politische Korrektheit achten. – Richard Coleman

Denn unter Coleman wird die woke politische Korrektheit der jüngeren Jahre bewusst wieder zurückgedreht. Der Brite, der einst ein Chevrolet-Privatteam in der Tourenwagen-WM geführt und auch – zusammen mit dem kernig-derben ehemaligen Formel 1-Technik- und Teamchef Günther Steiner aus Südirol – ein Moto3-Team besitzt, verweist darauf, dass er mit seiner Agentur keine Rücksicht mehr auf Befindlichkeiten nehmen müsse wie ein Großkonzern mit seinen ganzen Complianceregeln.


Anders Thomsen zelebriert Grand Prix-Siege auf die ihm eigene Art. Foto: HighSpeedPhotographix
Anders Thomsen zelebriert Grand Prix-Siege auf die ihm eigene Art. Foto: HighSpeedPhotographix

Also sind nicht nur die Grid Girls in die Speedway-WM zurückgekehrt. Die Fahrer sollen auch ausdrücklich wieder mehr und echte Typen sein.


Da ist Coleman bei Anders Thomsen genau an den richtigen geraten. Der 31-Jährige lässt sich nach dem Sieg von Målilla nicht lange bitten – und legt im Infield einen Spontanstrip hin, ehe er sich beinahe im Adamskostüm für eine Ehrenrunde auf seine Maschine schwingt, angeschoben vom Grand Prix-Renndirekter Phil Morris höchstpersönlich.


Fotograf Daniel Sievers hat auf das ganze Spektakel mit der Kamera draufgehalten. Auf die überlegene Darbietung von Robert Lambert in den Vorläufen ebenso wie auf die sensationelle Wende der Anders-Welt im Finale. Hier ist eine filmische Auswahl seiner besten Werke aus Schweden:




 
 
 

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