Werkstoff-Wandel
- Norbert Ockenga
- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Heikki Huusko bringt eine neue Materialzusammensetzung für die Kotflügel und Verkleidungen in den Sport.
Die Maserung erinnert an ein gutes Steak. Und sie ist verräterisch: Das neue Motorrad von Heikki Huusko kommt mit einer innovativen Bauweise daher. „Bei der alten Maschine habe ich die Verkleidungsteile aus Kohlefaser gemacht“, erklärt der Finne, „beim neuen Motorrad bestehen sie aus einem Verbundstoff aus Kevlar und Karbon.“
Dabei geht es ebenso um die Kotflügel wie um die großflächige Verkleidung und Hinterradabdeckung.

Mit Werkstoffen und der damit verbundenen Hightech kennt der frischgebackene Finnische und Europameister sich aus, denn er arbeitet als Ingenieur im Werksteam von Toyota für die Rallye-WM. Zwar als Fahrwerkstechniker, doch im Rallyesport gilt genau wie auf der Rundstrecke: Alles hängt mit allem zusammen.
Zu diesem holistischen Ansatz gehört auch das Zusammenspiel von Materialien und dessen Folgeauswirkungen aufs Gesamtkonzept.

Die Kevlar-Kohlefaserverbundteile hat Huusko selbst gefertigt. Dahinter stecke aber nicht, wie man vermuten könnte, Gewichtsgründe, betont er; die reine Kohlefaserbauweise sei sogar leichter als die Neukonstruktion. „Aber die innere Struktur vom Kevlar-Verbund ist eine andere, sie ist etwas weicher und nachgiebiger. Deswegen sind die Kotflügel stabiler: Sie bersten und brechen nicht so schnell wie welche aus Kohlefaser, wenn sie mit den Spikes in Berührung kommen. Dann gibt die Kevlar-Kohlefaserstruktur eher nach – anstatt wie reines Kohlefaser sofort zu splittern.“
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