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Wie geht es Güstrow-Opfer Adam Ellis?

Adam Ellis hätte eigentlich am Sonntag einer der Gegner der Landshut Devils beim Ligaauftakt sein sollen. Doch sein Sturz beim Osterpokal vereitelt das. Was heißt das für die Landshuter?


Adam Ellis sitzt in einem gemütlichen Ledersessel. Doch die Schlinge um seinen Arm verheißt nichts Gutes. Und der Sessel mit dem Landshuter Ligafahrer drin steht denn auch in einem Wartezimmer einer Spezialpraxis.


Denn Engländer, der in Marmande aufgewachsen ist, hat sich beim Osterpokal in Güstrow eine schmerzhafte Verletzung zugezogen – und ist direkt nach Gnesen gefahren, wo er sich bei einem Spezialisten in der polnischen Speedwaystadt einer Therapie in einer Sauerstoffkammer unterzogen hat, um die Heilung zu beschleunigen. In der Klinika Tlenowa Gniezno.


Ellis fährt in der polnischen Liga für Gnesen – den ersten Gegner der Landshuter am Sonntag. Gnesen bereitet sich am Donnerstag mit einem Freundschaftsspiel gegen den Verein aus Landsberg an der Warthe auf die Saisoneröffnung vor – bei der Ellis nun gegen die Landshuter Teufel fehlen wird.


Beim Osterpokal hat Ellis nach den ersten Rennen wie einer der realistischen Sieganwärter gewirkt, ist in der Frühphase der prestigeträchtigen Traditionsveranstaltung sogar auf Augenhöhe mit dem späteren Sieger Fredrik Lindgren unterwegs gewesen – bis er auf der ungewohnt unebenen pickschwarzen Bahn zu Fall gekommen ist.


Er war ohnmächtig, ist aber im Rettungswagen wieder zu sich gekommen. – Leigh Ellis

An den Sturz in Güstrow hätte der 30-Jährige kaum irgendwelche Erinnerungen, berichtet Leigh Ellis auf Nachfrage. „Er hat eine Rille erwischt und ist dann kurz ohnmächtig geworden, aber im Rettungswagen gleich wieder zu sich gekommen“, schildert Leigh Ellis. „Nach dem Unfall hatte er ein paar schmerzhafte und turbulente Tage: Er ist bis Sonntag in Deutschland im Krankenhaus geblieben, montags nach Polen gefahren und dort weiter untersucht worden. Die erste Diagnose in Deutschland lautete auf eine gebrochene Schulter. Das hätte eine Operation nötig gemacht. Doch in Polen hat man festgestellt, dass er sich nur ein Schlüsselbein und einen kleinen Knochen oberhalb des Schulterblatts gebrochen hat. Das muss nicht operiert werden. Wenn mit der Heilung alles gut läuft, kann er in zirka vier Wochen wieder auf dem Motorrad sitzen.“


Ellis werde bald nach Frankreich zurückkehren, dort eine Physiotherapie beginnen und peile seinen ersten Renneinsatz in Polen für den 26. April an.


Adam Ellis wartet in einer Spezialpraxis in Gnesen auf eine Sauerstoffbehandlung. Foto: GTM Start Gniezno
Adam Ellis wartet in einer Spezialpraxis in Gnesen auf eine Sauerstoffbehandlung. Foto: GTM Start Gniezno

Der AC Landshut muss seinen Saisonauftakt genau wie Gnesen ohne einen verletzten Engländer planen: Charles Wright hat sich bei einem Freundschaftskampf um die Tyne Tees Trophy Ende März in Redcar gegen Newcastle eine Schulter ausgekugelt und gebrochen.


Wright hatte ein Angebot vom englischen Erstiliganeuling Northampton und stand auch auf der Nominiertelisten der Briten für den Auftakt der Mannschafts-WM am 1. Mai auf seiner Heimbahn im Stadion an der Ellermühle in Landshut, fällt aber bis auf Weiteres aus. Landshut kann ihn durch Paco Castagna oder Neuverpflichtung Lukas Fienhage ersetzen.


Ein Teil der Devils bereitet sich aktuell auf den Ligastart vor: Kim Nilsson, Tyler Haupt, Kevin Wölbert, Mario Häusl und Janek Konzack sind aus dem Lager der Landshuter am heutigen Donnerstag zu einem Kurztrainingslager in Rawitsch in Polen ausgerückt.


Am Sonntag findet in Gnesen das erste Ligarennen des AC Landshut statt. Am 19. April folgt der Heimauftakt gegen das neue Team aus Schwientochlowitz in Schlesien – mit deren Fans die Bayern bereits seit drei Jahren eine Fanfreundschaft verbindet. Deswegen sieht man auch regelmäßig das Banner der Schlesier im Fanblock – auch schon zu Zeiten, in denen das Traditionsteam aus Polen noch nicht wiederbelebt war.

 
 
 

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