Wildwest im Winter
- Norbert Ockenga
- vor 17 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
So lief der spontane Trainingstag auf der Ausweichbahn in Östersund.
Die Abschlussbilanz wird in einer Themenbar bei John-Wayne-Atmosphäre gezogen. Nach dem spontane Eintagestrainingslager in Östersund versammelt sich das Team Inn-Isar-Racing abends noch in der „Countrybaren“ – einer Countrybar in den Räumen der ehemaligen Kultkneipe „Captain Cook“, die von Mattias Rensbo betrieben wird.
Der wiederum ist der Song von Patrick Rensbo, dem Streckenchef der Eisspeedwaybahn von Östersund. Und auf der haben acht Fahrer von Inn-Isar-Racing am Mittwoch spontan trainiert – nachdem in Örnsköldsvik ein Schneesturm eine Zwangspause des Trainingslagers nötig gemacht hat. „Es war das genau Richtige, den Aufwand von drei Stunden Fahrt auf sich zu nehmen“, strahlt Teamchef Christian Platzer am Abend danach.
Simon Mayer und Tom Weidinger bekämpfen sich inzwischen richtig. – Christian Platzer
Man war zu acht auf der Bahn – Paul Cooper und die Deutschen Thomas Weidinger, Simon Mayer, Franz Mayerbüchler, Christoph Kirchner und die beiden gleichnamigen Vettern Max Niedermaier. „Alle sind ein Mal frei und drei Mal mit Startbandtraining über je vier Runden gefahren, haben also je eine komplette Grand Prix-Disnatnz inklusive Halbfinale und Finale absolviert“, bilanziert Platzer. „Simon Mayer und Tom Weidinger bekämpfen sich inzwischen richtig. Auch Paul Cooper hat einen Schritt nach vorn geschafft. Franz Mayerbüchler hat einen sehr starken Eindruck gemacht. Und Mini-Max war der Wahnsinn, der ist in der zweiten Startreihe angekommen.“

Um das Training aufzupeppen, hat sich der Vorstand von Inn-Isar-Racing ein spezielles Aufstiegsschema ausgedacht. Denn das Oktett musste in zwei Vierergruppen aufgeteilt werden, ein Quartett stand warm in einer Halle, das zweite in klirrender Kälte im Freien. Deswegen kamen die Vereinsoberen der Bayern auf eine extra Motivationsspritzen: „Der Vierte von der Garagengruppe steigt ab und muss ins Freie, und der Sieger aus der Draußengruppe steigt auf und darf danach in der Garage stehen.“
Den Trainingstag von Östersund bezeichnet Platzer als eine Art inoffizieller Mini-DM. Denn außer Hans Weber, Marc Geyer und dem mit italienischer Lizenz fahrenden Luca Bauer sind alle deutschen Eisspeedwayfahrer am Start gewesen – wie auch in der ganzen Woche im Stadion Kallehov und auf dem See in Örnsköldsvik. Nach dem gesamten Trainingslager ergibt sich in Summe der kumulierten Eindrücke und Entwicklungen respektive Steigerungen der einzelnen Probanden eine Hackordnung: Max Niedermaier d.Ä. liegt vor Rückkehrer Christoph Kirchner und Max Niedermaier d.J., knapp gefolgt vom stark nach vorn strebenden Franz Mayerbüchler. Es folgt Edelamateur Reinhard Geisel vor einer ziemlich homogenen Gruppe der Novizen Bernhard Sanftl, Simon Mayer, Thomas Weidinger und Haddy Krems.



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