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Wittstock schießt auf Pole

In der Bundesliga hat sich Wittstock zum neuen Titelfavoriten Nummer 1 aufgeschwungen.


Plötzlich sieht alles anders aus. Wittstock hat sich am Samstagabend zu Beginn der Bundesligarückrunde nicht nur in die beste Ausgangslage im Titelrennen gebracht. Auch Vereinschef Frank Mauer, der eigentlich schon seinen Abgang und gleichzeitig das absolute Ende vom Speedway an der Dosse angekündigt hatte, hat wieder Blut geleckt – und liebäugelt schon mit dem Rücktritt vom Rücktritt.


Mit dem Ergebnis vom Samstagabend haben die Wölfe aus Wittstock sich einen Haufen Asse in den Ärmel geschaufelt – und die Gäste aus Stralsund nicht nur von der Tabellenspitze gekegelt, sondern für das nächste Rennen gegen Güstrow mächtig unter Zugzwang gesetzt.


Die Gastgeber präsentierten sich geschlossen stark. Besonders hervorzuheben sind Jonas Knudsen mit 14+2 Punkten sowie Marko Lewischin, der mit 13+2 Punkten eine konstant starke Leistung zeigte. Auch Janek Konzack überzeugte mit 10+3 Punkten und war ein wichtiger Faktor im Teamgefüge der Wölfe.


Mit diesem Heimsieg setzen sich die Wölfe nach vier von sechs zu fahrenden Rennen in dieser Serie an die Tabellenspitze. Gleichzeitig setzen sie damit die Serie fort, dass in diesem Jahr bisher immer die Heimteams erfolgreich waren und darüber hinaus konnte die Mannschaft aus Wittstock mit dem gleichen Resultat überzeugen, mit dem der MC Nordstern Stralsund beim ersten Aufeinandertreffen im Paul-Greifzu-Stadion erfolgreich war, nur eben genau anders herum.


In der zweiten Rennhälfte macht Wittstock aus den Stralsunder Gästen Kleinholz. Foto: Peter Grüne
In der zweiten Rennhälfte macht Wittstock aus den Stralsunder Gästen Kleinholz. Foto: Peter Grüne

Der MC Nordstern trat mit drei polnischen Fahrern an und fand über weite Strecken schwer in den Abend. Jakub Jamróg war in 12+2 Punkten der auffälligste Fahrer der Gäste und zeigte sowohl starke als auch wechselhafte Läufe. Jacob Thorssell steuerte ebenfalls 12 Punkte bei, während Lars Skupień und Jakub Żurek einen schwierigen Abend erwischten. Vor allem Skupień blieb weit hinter den Erwartungen zurück.


Im Interview mit dem Podcast Startband monierte Stralsund-Chef Bernd Sagert, dass sein Team nicht nur nicht in Bestbesetzung angereist sei – sondern aufgrund der Neubesetzung und teils fehlenden Vereinsfarben auf der Bahn auch noch Mühe gehabt hätte, sich zum Paarfahren zusammenzufinden.


Dennoch konnte Stralsund im ersten Drittel den Rückstand knapp halten. Und das, obwohl Jamróg nur sehr zäh in den Abend hineinfand, auf der breiten und schnellen Bahn in Brandenburg zunächst regelrecht verloren wirkte.


Die entscheidenden Momente des Rennens fielen nach der Mitte aller Heats. Zwar ging Wittstock gleich am Anfang in Führung, aber zur Hälfte der Punktläufe konnten sich die Gäste auf ein 18 zu 18 herankämpfen. Danach setzte sich die Heimmannschaft unter anderem mit zwei deutlichen 5:1 Siegen entscheidend ab und baute in den Finalläufen den Vorsprung auch noch deutlich aus.


Für die Situation in der Bundesligatabelle bedeutet dieses Ergebnis, dass die Wölfe aus Wittstock nun mit vier Matchpunkten führen und nun abwarten müssen, was die beiden anderen Teams am 19. September in Stralsund machen, bevor sie zum abschließenden Rennen am 9. Oktober nach Güstrow kommen.

 
 
 

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