Alles wieder auf Anfang
- Norbert Ockenga
- 5. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Die neue Vergasertechnik hat bei Keijo Busch die Generalprobe nicht überstanden.
Es war nur ein kurzer Versuch. Direkt nach dem Startbandtraining hat Keijo Busch den neuen Vergaser wieder ausgebaut. „Ich fahre lieber mit dem, was ich kenne“, begründet Busch am Morgen vorm Finale der Langbahn-DM in Mühldorf. „Also haben wir beide Motorräder wieder auf Vergaser mit Schwimmerkammer umgerüstet.“
Der neue Vergaser kommt ohne Schwimmerkammer aus – eine Technik, die auch die Blixt-Vergaser auszeichnet, wie sie etwa Brady Kurtz in der Speedway-WM fährt und sie auch Bartosz Zmarzlik schon ausprobiert hat. „Aber der kammerlose Vergaser fängt beim Start immer an zu blubbern – und zwar genau bei der Drehzahl, mit der ich auch losfahre“, begründet Busch. „Das mag ich nicht.“
Der kammerlose Vergaser fängt immer an zu blubbern. – Keijo Busch
Das Startbandtraining am Morgen hat nicht nur gezeigt, dass der neue Vergaser nicht seinen Geschmack trifft. Auch die Bahnbeschaffenheit ist Busch aufgefallen: „Der innere Startplatz ist komplett hart. Als ich mich außen ganz weit raus gestellt habe, hatte ich auf ein Mal mehrere Zentimeter mehr Belag. Und da ging’s dann auch richtig vorwärts.“

Deswegen rechnet der Rückkehrer damit, dass die Starts beim Finale der Langbahn-DM zu mehr als 95 Prozent entscheidend seien. „Wer den Start gewinnt, ist weg. In der erste Kurve muss man zwar wegen des Strahls innen reinfahren. Aber oben, in der Fahrerlagerkurve, wird keiner mehr nach innen gehen. Dafür ist es da viel zu hart. Ich rechne auch nicht damit, dass sich an der Bahn allzu viel ändern wird.“ Denn Zeit für einen ausgiebigen Bahndienst ist nicht, weil dauernd Betrieb auf der Piste ist: Veteranen, B-Lizenzler und Gespanne fahren bereits vormittags das Gros ihrer Läufe. „Auf der anderen Seite ist vielleicht gut, dass so viel los ist – dann verteilt sich mehr Material nach außen, und da wird dann doch mehr als nur eine Linie möglich.“



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