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Cloppenburg holt Blödorn nach Landshut

vor 7 Minuten
3 Min. Lesezeit

Tabellenführer Güstrow und Verfolger Cloppenburg bieten fürs Finale der Zweiten Liga in Landshut am Freitagabend jeweils Knallerbesetzungen auf.


Die Vorzeichen stehen auf Schlacht. Sowohl der MC Güstrow als auch der MSC Cloppenburg bieten für das Finale der Zweiten Bundesliga am Freitagabend in Landshut das Beste auf, was sie aufstellen können.


Damit ist die Bühne bereitet für das wohl spektakulärste Rennen, das der deutsche Bahnsport in diesem Jahr erlebt. Drei Teams kämpfen um den Titel. Cloppenburg nicht mehr – kann aber mit dem Aufgebot, das die Norddeutschen am Freitagabend an der Ellermühle auf die Bahn schicken, zum Zünglein an der Waage werden.


Das erklärte Ziel von Cloppenburg lautet, die Saison als Tabellenzweiter abzuschließen. Dazu brauchen die Fighters mindestens Rang 2 in der Abendwertung von Landshut. Um dorthin zu kommen, schicken sie sogar ihren Nonplusultra-Joker ans Band: Erstmals in diesem Jahr wird Norick Blödorn bei einem Zweitligamatch an den Start gehen – nachdem der Schleswig-Holsteiner bislang nur beim Medien- und Trainingstag in der MSC-Arena im Frühling für den MSC Cloppenburg aufgelaufen war.


Der Deal von Blödorn, der eigentlich inzwischen eigentlich aus der Zweiten Liga herausgewachsen ist, hat schon bei der Präsentation im Frühjahr für Aufsehen gesorgt. „Ich bin mit Jonny Wynant gut befreundet und bin öfter hier in der Gegend“, hatte Blödorn damals erläutert. „Ich war auch schon auf dem Helferfest hier. Und da haben wir uns gemeinsam überlegt, dass ich ja auch für den Verein fahren könnte. Denn ich fahre generell immer gern in Deutschland – und wenn sich eine Gelegenheit ergibt, dann möchte ich die auch wahrnehmen. Solche Rennen genieße ich immer sehr.“


Beim Helferfest in Cloppenburg haben wir uns überlegt, dass ich für den MSC fahren könnte. – Norick Blödorn

Nicht nur die Verpflichtung von Blödorn spült Cloppenburg für Landshut in die Favoritenrolle – sondern vor allem die Auftritte der Gebrüder Jonny und Carl Wynant am vergangenen Samstag bei ihrem Heimrennen, der Night of the Fights in Cloppenburg. Die Endergebnisse der beiden Lokalmatadoren in nüchternen Zahlen spiegeln nicht wider, wie dicht sowohl Jonny als auch Carl Wynant bei dem turbulenten Rennen am Samstag an der internationalen Elite im Emstekerfeld dran waren. Können beide ihre Form vom Heimspiel auch am Freitagabend an der Ellermühle in Landshut abrufen, dann werden sie auf den Planstellen B und C ein gewichtiges Wörtchen mitreden – und ihren MSC Cloppenburg zu einem Sieganwärter machen.


Tyler Haupt führt das Team von Tabellenführer Güstrow am Freitagabend in Landshut an. Foto: Heike Kleene
Tyler Haupt führt das Team von Tabellenführer Güstrow am Freitagabend in Landshut an. Foto: Heike Kleene

Zumal in der Zweiten Liga immer viel auf die Juniorenposition drauf ankommt. Und dort hat der MSC Cloppenburg in Thies Schweer aus Friesland gleich die nächste Geheimwaffe im Köcher. Mit dem Team, mit dem die Nordwestdeutschen nach Niederbayern reisen, spitzt sich die Dramatik im Titelrennen noch weiter zu:


  • Norick Blödorn

  • Jonny Wynant

  • Carl Wynant

  • Thies Schweer 500R

  • Levi Fittkau 500R Reserve


Auch der MC Güstrow, der als Tabellenführer nach Landshut kommt und dank je eines Matchpunkts Vorsprung auf die Inn-Isar-Devils und den MSC Olching aus eigener Kraft Meister werden kann, wirft alles Erdenkliche in die Waagschale. Die Ostdeutschen treten an mit


  • Tyler Haupt

  • Hannah Grunwald

  • Erik Pudel

  • Magnus Rau 500R


Haupt und Grundwald kennen die One Solar-Arena wegen ihrer Zugehörigkeit zum AC Landshut bestens. Pudel verfügt über Tonmaterial: Er hat für seine Rückkehr zwei Motorräder vom dänischen Star Mads Hansen gebraucht gekauft, mit Motoren und Riementrieb – statt Primärkette – von Matten Kröger und hydraulisch betätigter Kupplung. Auf der 500R-Planstelle bietet Güstrow Magnus Rau auf – einen der Hauptdarsteller bei allen Juniorenrennen, bei denen er angetreten ist. „Wir fahren mit unserer jungen Truppe, die in der Saison ihre gute Entwicklung gezeigt hat, in der Besetzung, wie wir in Herxheim in die Saison gestartet sind – allerdings ohne Carlos Gennerich, der sich für den Rest der Saison bei uns abgemeldet hat“, sagt Teammanager Ralf Peters. „Wir bringen die jugendliche Unbekümmertheit mit nach Landshut, fahren das Finale ohne Druck – und schauen am Ende, welcher Podestplatz unser wird.“


Mit wem der MSC Olching fährt, ist noch unklar, da Vereinschef Martin Smolinski sich einen Maulkorb umgebunden hat. Damit schadet Smolinski auch der aufwändigen Pressevorschauarbeit, die Inn-Isar-Racing angeschoben hat, um möglichst viele Zuschauer am Freitagabend an die Ellermühle zu locken. Die Vorzeichen dafür stehen trotz des Boykotts günstig, denn das Finale dahoam wird auf jeden Fall ein echter Thriller.

 
 
 

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