Das doppelte neue Leben
- Norbert Ockenga
- 15. März
- 2 Min. Lesezeit
Max Niedermaier präsentiert sich am Sonntag in Inzell wie ausgewechselt.
Der Renntag beginnt mit einem freudigen Ereignis. Zwischen den beiden Grands Prix von Inzell erblickt auf jenem Bauernhof, der an das Lohnunternehmen von Max Niedermaier angegliedert ist, ein Kälbchen das Licht der Welt.
Auch Niedermaier gibt am Sonntag in Inzell gleich zu Beginn ein starkes Lebenszeichen von sich: In Heat 5 liegt er gleich zwei Mal vorm späteren Grand Prix-Sieger Niclas Svensson. Doch jedes Mal wird der Lauf abgebrochen.
Niedermaier ist sicher: „Das hätte auch halten können.“
Doch als das Rennen durchgezogen werden kann, kommt Svensson beim Start besser weg. Niedermaier hält als Zweiter zwar Anschluss und den Schweden im Visier – einen Angriff kann er aber nicht lancieren.
Ich bin jetzt auch wieder außen rumgeblasen wie früher. – Max Niedermaier
Er trägt’s mit Fassung, denn „in den Last Chance-Heat hätt’ ich wahrscheinlich sowieso müssen, und da war ich jetzt auch drin. In dem bin ich dann Dritter geworden. Damit bin ich auch zufrieden. Ich bin jetzt auch zwei Runden außen rumgeblasen wie früher. Aber bei einigen Rennen war es außen dann noch nicht wieder so, wie ich’s früher gemacht habe. Ich bin am Anfang ein paar Mal einigermaßen innen rumgefahren. Es hat auf jeden Fall mehr Spaß gemacht als gestern.“
Im Hoffnungslauf verliert er schon in der ersten Kurve alle Chancen auf den Finaleinzug. „Ich habe mir das mit dem Start anders gedacht. Ich hatte gedacht, die zirkeln alle innen am Strich rum – und ich wollt’ dann nach außen fahren. Aber Luca Bauer ist auch nach außen gekommen und hat mich dann ein bisschen gestört – und danach sind alle anderen natürlich gleich Mal 10 Meter weg. Das muss man erstmal wieder aufholen. Das ist beim gelben Startplatz ein bisschen blöd. Denn die Anderen können natürlich auch gut starten – und bei mir geht das Starten zur Zeit eher nicht so gut.“

Über die vier Runden schafft Niedermaier es noch, den anfangs sogar zweitplatzierten Franz Zorn noch zu abzufangen. Der Österreicher fällt erst hinter Luca Bauer zurück, dann überholt ihn kurz vor Schluss auch noch Niedermaier.
Damit beendet er den Grand Prix auf dem fünften Gesamtrang. Und zeigte eine deutliche Steigerung zum Vortag, sowohl bei der Grundschnelligkeit als auch bei der Kampfkraft: „Der Druck ist einfach weg. Gestern hatte ich zu viel Druck, heute bin ich hergekommen und hab’ mir gedacht: ‚Ich fahre einfach Mal.‘ Über Nacht und heute Früh habe ich gedacht, es sei eh’ schon alles vorbei. Aber an Heikki Huusko sieht man, dass immer alles passieren kann. Und die Anderen sind auch zu schlagen – das sieht man ja an Svensson.“



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