Der Fluch von Inzell
- Norbert Ockenga
- 15. März
- 1 Min. Lesezeit
Hans Weber ist nach seiner verkorksten WM-Rückkehr restlos bedient.
Mit einem kurzen Griff reisst er das Klebeband von seiner Helmstirn runter. Dabei grollt Hans Weber in seiner Box: „In Inzell fahr’ ich nie mehr. Über dieser Bahn lastet für mich irgendwie ein Fluch.“
Denn auch am Sonntag hat der Bayer sich nicht aus seinem Teufelskreis befreien können. Trotz eines neuen Federbeins an seiner Nummer 1-Maschine liegt das Heck wieder so unruhig, dass Weber es nicht gebändigt bekommt. Die Folge: ein Startkurvenunfall im ersten Lauf, ein Ausritt ins Innenfeld nach einem wilden Schlenker an einem Kurvenausgang im zweiten – und Ausfall nach Motorproblemen auf der Ersatzmaschine im dritten.
Über Inzell lastet für mich irgendwie ein Fluch. – Hans Weber
Danach meldet Weber sich für den Rest des Sonntags-Grands Prix ab. „So hat es keinen Sinn mehr. In Inzell passiert mir dauernd irgendwas. Diesen Fluch durchbreche ich jetzt, indem ich hier nie wieder antrete.“
Dann dreht er sich noch kurz um: „Und das mit der Team-WM hat sich hiermit auch erledigt. Da braucht mich keiner mehr drauf anzusprechen.“




Kommentare