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Der Karren steckt fest

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Auch fürs kommende Jahr scheinen sich die Vorzeichen für die Langbahn-WM nicht zu ändern.


Man beharrt auf seinen Standpunkten. Und deswegen bleibt Schmalhans Küchenmeister. Auch im kommenden Jahr soll die Langbahn-WM nach demselben Schema ausgefahren werden wir in der noch laufenden Saison: ohne Rahmenprogramm und mit einem genauso großen Fahrerfeld wie erstmals 2026.


Damit ist das Interesse bei Veranstaltern an der Ausrichtung eines Grands Prix vielerorts geschrumpft. Nur Scheeßel hat bei einer internen Besprechung mit dem Weltverband FIM am Rande des Team-WM-Laufs in Roden am vergangenen Sonntag deponiert, dass man weiter an einem Grand Prix auf dem spektakulären Eichenring festhalten möchte. Weder Herxheim noch Mühldorf sind bei den aktuellen Rahmenbedingungen gewillt, in den Grand Prix-Kalender zurückzukehren.


Auch über den beiden Rennen in Frankreich schweben Fragezeichen. Denn die dortigen Veranstalter sehen dunkle Wolken bei der Finanzierung aufziehen.


Wenn man einen Grand Prix ausrichten möchte, muss man als Verein mit mindestens 90.000 Euro Kosten kalkulieren, Prädikatsgebühren an die FIM inklusive. Das ist nur zu refinanzieren, wenn man 40 Euro pro Eintrittskarte aufruft und zusätzlich noch ordentlich Sponsoren in der Hinterhand hat. Beides ist bei der derzeitigen Ausgangslage der WM unrealistisch: Selbst wenn die Seitenwagen als Publikumsmagnet wieder auflaufen dürften, wird das bei den wenigsten Besuchern die Geldbörse so weit aufmachen.


Auf der Langbahn stehen keine Reformen zu erwarten, die mehr Rennen ermöglichen. Foto: HighSpeedPhotographix
Auf der Langbahn stehen keine Reformen zu erwarten, die mehr Rennen ermöglichen. Foto: HighSpeedPhotographix

Und ohne Seitenwagen und B-Lizenz im Rahmenprogramm ohnehin nicht. Die aber sollen beide draußen bleiben, um die eigentlichen Grands Prix im zeitlichen Rahmen für den Livestream der FIM zu behalten.


Also ist man als Veranstalter mit einem offenen Rennen, bei dem man ein internationales Feld mit Seitenwagen- und B-Lizenrahmenrennen verflechten kann wie nach alter Väter Sitte und für das man keine Prädikatsgebühren zahlt, also mit geringeren Eintrittspreisen arbeiten kann, besser bedient.


Die einzige echte Neuerung, die 2028 kommen soll: Dann ist auch eine bewegliche Bande vorgeschrieben, die bei einem Aufprall nachgibt und dann wieder in ihre Position zurückfedert. Sicherheitstechnisch ein Fortschritt – aber gleich der nächste Kostentreiber.

 
 
 

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