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Gesundmeldung mit Karacho

vor 2 Stunden
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Mads Hansen verpasst den Sieg bei der Night of the Fights den Sieg nur knapp – nach starkem Comeback.


Lothar Koopmann hat so eine Ahnung. „Jetzt kommt Mads Hansen von außen“, schwant dem Chef des MSC Cloppenburg am Vorstart. „Und das kann der wohl.“


In der Tat: Als Mads Hansen später im Laufe der Night of the Fights in Cloppenburg am Samstagabend die besseren – roten oder gelben – Startplätze bekommt, entfacht der 26-jährige Däne jene Aufholjagd, die ihn wieder in die Favoritenrolle spült.


Und das, obwohl Hansen beim Flutlichtspektakel in Norddeutschland erst sein viertes Rennen nach einer langen Verletzungspause absolviert. Bei einem Sturz in einer englischen Woche der schwedischen Elitserien hatte er sich sieben Rippen, ein Schlüsselbein und dazu ein Schulterblatt halbkreisförmig gebrochen. Hansen war auf nasser Bahn in Robert Lambert reingefahren, als der zu quer in die Kurve schlidderte.


Vater Torben Hansen staunt noch heute über die Auswirkungen des Sturzes, bei dem Sohn Mads über den eigenen Lenker und das Hinterrad von Lambert abgeworfen wurde. „Ich habe das im Fernsehen gesehen; er war so langsam, dass das eigentlich harmlos aussah. Aber dann kam plötzlich der Rettungswagen auf die Bahn. Ich habe noch gedacht: ‚Was wollen die denn jetzt?‘“


 Ich habe noch gedacht: ‚Was wollen die denn jetzt?‘ – Torben Hansen

Die Antwort: den Sprössling abholen, um ihm eine Platte in die Schulter schrauben zu lassen, die das Schlüsselbein fixiert. Alle anderen Brüche, auch die teils mehrfach lädierten Rippen, sind inzwischen so ausgeheilt, die Platte weiterhin in der Schulter.


Mads und Torben Hansen konferieren bei der Night of the Fights in der Box. Foto: Heike Kleene
Mads und Torben Hansen konferieren bei der Night of the Fights in der Box. Foto: Heike Kleene

In Cloppenburg merkt man Mads Hansen davon nichts an. Als die schlechten inneren Startplätze aus dem Weg sind, pirscht er sich an den führenden Landsmann Mikkel Bech wieder ran – und wirkt im Finale wie ein höchstwahrscheinlicher Sieganwärter.


Doch dann entscheidet er sich für den inneren Startplatz. „Und das“, knirscht Vater Torben, der im Norden als Mechaniker in der Box dabei ist, „war der Fehler, der uns letztlich den Sieg gekostet haben dürfte.“ Denn Mikkel Bech landete von außen einen sicheren Finalsieg.

 
 
 

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