Die Riesensause von Werlte
- Ingolf Schmidt
- vor 6 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Gut 5.000 Zuschauer erleben in Werlte am Samstagabend ein Spektakel in allen drei Wertungsklassen – und im für den Hümmlingring typischen Handicaprennen noch gleich obendrauf.
Alles war angerichtet für ein Bahnsportfest der Extraklasse auf dem Hümmlingring in Werlte. Ein Prädikatslauf, die Challenge für die Qualifikation der Seitenwagen für deren EM-Finale, garniert mit einem Rahmenprogramm mit einem ganz feinem Geschmack. Die Langbahnweltelite im Feld der A-Solisten und das Beste, was Deutschland im Rahmen der B-Lizenzler zu bieten hat, gaben sich ein Stelldichein im Emsland.
In der Europameisterschafts-Challenge der Seitenwagenklasse stand fest, dass die ersten 4 der Punktewertung und die ersten 2des B-Finales zur EM-Entscheidung Ende August nach Berghaupten fahren werden. Dementsprechend spannend waren dann auch die Punktläufe. Der Gaißacher Markus Brandhofer machte seinen Konkurrenten unmissverständlich klar, dass er nicht gewillt war, auch nur einen einzigen Zähler herzugeben. Dieses Vorhaben setzte dann auch vehement in die Tat um. 20 Punkte standen auf seiner Habenseite. Ins Tagesfinale um den Sieg konnten alle sechs Gespanne dann relativ entspannt gehen, denn das Tagesziel Qualifikation für Berghaupten hatten sie alle in der Tasche. Vom Start weg zog der Franzose Jerome Lespinasse mit Lauryna Faget in Front, doch Brandhofer mit seiner jungen niederländischen Beifahrerin Bridget Meijerink setzte alle Hebel in Bewegung und pflasterte Ausgangs der Startkurve in der letzten Runde noch an Lespinasse vorbei zum viel umjubelten deutschen Sieg auf dem Hümmlingring.

Auf Platz 3 folgte – nach dem er anfangs noch recht gut mithalten konnte – dann Raphael San Millan mit Benedikt Zapf. Den drei Erstplatzierten folgen dann noch Remi Valladon/Jonathan Bertrand, Achim Neuendorf/Johannes Schnaitter und die Dänen Mike Frederiksen mit Jürgen Ovistgaard nach Berghaupten.
Auch bei den I-Solisten lag die richtige Würze in den Punktläufen lag. Spannende Rad-an-Radkämpfe und tolle Überholmanöver waren an der Tagesordnung. Hier sei vor allem das hochkarätige Duell zwischen den Niederländern Romano Hummel und Dave Meijerink im letzten Punktlauf erwähnt.

Im Tagesfinale setzte es zwei Disqualifikationen wegen Bandberührungen. Einmal betraf dies den Engländer Andrew Appleton und beim zweiten Versuch den glänzend aufgelegten Romano Hummel. Somit war etwas Würze aus dem Finale genommen.
Sieger wurde schließlich Langbahnweltmeister Zach Wajtknecht aus England vor Dave Meijerink und dem Dänen Jakob Bukhave. Bukhave, der nicht immer die besten Starts hatte, glänzte mit sehenswerten Überholmanövern. Auf Platz 4 landete sein junger dänischer Landsmann Patrick Kruse. Fünfter wurde trotz Finaldisqualifikation Romano Hummel vor den beiden Briten James Shanes und Andrew Appleton. Bester Deutscher wurde auf Platz 9 der Neuwittenbeker Stephan Katt.

Die Plätze 12,13 und 14 gab es dann für die anderen Deutschen Timo Wachs, Daniel Spiller und Fabian Wachs.
Das Rennen der B-Lizenzler wurde zur Beute von Marcel Sebastian. Er konnte Louis Tebbe und Tebbe und Marlon Hegener auf die Plätze 2 und 3 verweisen.
Im immer mit Spannung erwarteten Deka-Handicapsonderlauf gab es keine Überraschungen. Nach einer Disqualifikation wegen Startbandberührung für Wajtknecht siegte Meijerink unangefochten vor Bukhave. Die beiden A-Lizenzler hatten sich relativ problemlos an den 30 Meter vor ihnen gestarteten B-Ligisten Sebastian, Hegener und Tebbe vorbeigefahren. In derselben Reihenfolge belegten diese 3 dann die Plätze 3 bis 5.



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