„Die Top 10 sind quasi garantiert“
- Norbert Ockenga
- 4. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Am Sonnabend steht in Kroatien der Damen-Weltpokal auf dem Programm.
Das Feld hat sich dezimiert. Bei der dritten Auflage des Damen-Weltcup in Goričan ist der Plan, mit möglichst 16 Fahrern eine künftige vollwertige WM für Frauen auszurichten, vorerst wieder in weite Ferne gerückt. „Einige Mädels fahren woanders. Ich weiß auch nicht, wieso das so ist“, wundert sich Celina Liebmann, die vor zwei Jahren den ersten Titel im Frauenweltpokal gewonnen hatte und im Vorjahr von Hannah Grunwald abgelöst wurde. „Bei den 500ern sind 11 Frauen. Die 250er fahren ihr eigenes Rennen. Sie wären zu sechst gewesen, sind nur noch zu viert, weil es einige Unfälle im Training gegeben hat.“
Bei den Halblitermaschinen fehlen auch zwei Deutsche: Alina Sassenhagen fährt Liga Nord, Patricia Erhart ist nach den Trainingstagen abgereist, um in Landshut den Bayern-Cup zu bestreiten.
Durch Matej Žagar haben wir auch andere Seiten beleuchtet und andere Tipps gekriegt. – Celina Liebmann
Die Frauenwoche begann bereits am Donnerstag. „Wir sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag losgefahren“, rekapituliert Liebmann, „hatten zwei Tage Training mit Phil Morris, Glen Philips und Matei Žagar. Es war auch sehr cool, in Žagar einen anderen Trainer zu haben – nachdem in den letzten Jahren immer Greg Hancock dabei war. Durch Žagar haben wir andere Seiten beleuchtet und andere Tipps gekriegt. Wir haben viel probiert, Motoren ein- und ausgebaut – und uns für die zwei entschieden, die für die Bahn am besten passen.“

Denn die Fahrstunden dienten nicht nur der Fortbildung, sondern auch der konkreten Vorbereitung auf das eigentliche Rennen um den Weltcup am Samstagnachmittag. „Es ist super gelaufen, wir sind sehr zufrieden mit dem Training“, bilanziert Liebmann – und grinst eingedenk des geschrumpften Feldes: „Die Top 10 sind quasi garantiert.“
Tatsächlich, schiebt sie nach, sei natürlich ein Platz auf dem Podest das erklärte Ziel.



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