Dreierstechen um den Paarsieg
- Ingolf Schmidt
- vor 20 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Beim Autohaus-Cup in Meißen mussten sich die beiden deutschen Paare geschlagen geben.
Eine bessere Entscheidung hätte das Meißener Speedwaypublikum am Abend des 6. Juni 2026 gar nicht treffen können. Reichlich waren sie an diesem lauen Frühsommertag im Stadion an der Zaschendorfer Straße erschienen, und keiner sollte sein Kommen bereuen. Die Meißener Bahn zeigte sich ebenfalls für diesen traditionell im Paarfahren ausgetragenen Wettkampf gerüstet. Wie gewohnt war sie vom Meißener Bahnmeister Ronny Weis ausgezeichnet vorbereitet worden.
Allerdings ging das Rennen mit drei unnötigen Stürzen in den ersten drei Läufen los. Alle drei Fahrer blieben dabei unverletzt. Einzig und allein der Tscheche Patrik Linhart musste schon die Segel streichen. Sein Motorrad war verbogen.
Es entwickelte sich ein sehr sehenswertes Speedwayrennen mit einigen schönen Überholmanövern, und schließlich gipfelte es in einem Stechen mit drei Mannschaften um den Sieg.
Dort war es dann der für Polen startende Ukrainer Andrij Rosaliuk, der konsequent aus dem Startband zog und so fast im Alleingang für den polnischen Sieg sorgte. Sein Partner Karol Skornicki hatte lediglich zwei Zähler beisteuern können.

Auf Platz 2 kam ein sehr geschlossen fahrendes finnisches Team mit den Fahrern Niklas Sayrio und Niko Hatva. Den dritten Platz ergatterte sich das zweite deutsche Team mit einem glänzend aufgelegten Magnus Rau vom MC Güstrow und Paul Weisheit vom Speedwayteam Wolfslake.
Platz 4 ging an Meißens Mannschaftskapitän Richard Geyer, der 12 Punkte holte, aber von Marlon Hegener mit drei Punkten relativ wenig Unterstützung bekam. Auf Rang 5 kamen die Dänen Jacob Bolcho und Philip Ekfeldt, die auch 15 Zähler eingefahren hatten. Sechster und damit Letzter wurde das tschechische Team, wo Petr Kvech, der von keinem geringeren als dem ehemaligen Langbahnstar Josef Franc unterstützt wurde, als Einzelkämpfer für seine Nation antreten musste. Die Freude im tschechischen Team war dennoch groß ,hatte doch Petr Kvechs großer Bruder Jan Kvech am selben Abend einen ganz feinen siebten Platz beim britischen Speedway Grand Prix in Manchester eingefahren.
Beim im Rahmenprogramm ausgetragenen Rennen der leistungsreduzierten Halblitermaschinen der Junioren musste sich Meißens Nachwuchstalent Levi Böhme mit Rang 2 begnügen. Seine drei polnischen Konkurrenten, allen voran Ignacy Knop, kamen von Lauf zu Lauf besser mit der Meißener Bahn zurecht, und so hatte Knop am Ende 10 Zähler auf der Habenseite, was für den Sieg vor Böhme mit neun und Nikodem Martyniak mit vier Punkten reichte.



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