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Droht eine neue Schlammschlacht?

Vor dem Finale der Grasbahn-EM in Aduard gibt es Diskussionen – und ein Bangen, ob der Regen überhaupt eine vollständige Veranstaltung erlaubt.


Zach Waitknecht steht unter dem wolkenverhangenen Himmel und runzelt die Stirn. „Ein sehr komischer Tag“, grummelt der Engländer nach dem Training zum Grasbahn-EM-Finale in Aduard.


Denn über das kleine Dorf bei Groningen in den Niederlanden ist während des Trainings ein gewaltiger Regenschauer niedergegangen. „Das erste Training war unter normalen Bedingungen. Da ist die Bahn echt griffig gewesen – das war super cool“, beschreibt Stephan Katt, einer von zwei deutschen Fahrern. „Im zweiten Training fing der Regen an, als ich drauf war. Und im dritten hat es richtig geschüttet; da kam es gewaltig runter. Wir standen schon am Vorstart und ich habe gesagt: ‚Lass uns umdrehen.‘ Wir waren auch schon auf dem Weg zurück. Aber weil ich etwas Grundlegendes am Motorrad geändert habe, sind wir doch noch wieder umgedreht. Ich wollte die neue Abstimmung probieren. Die hat auch funktioniert.“


Patrick Kruse, das Toptalent aus Dänemark, stößt ins gleiche Horn: „Das erste Training war gut, sehr griffig; damit konnte man gut arbeiten. Aber nach dem Regen war das ganze Feld nur eine einzige Schlammwüste.“


Nach dem Regen war das ganze Feld eine einzige Schlammwüste. – Patrick Kruse

Timo Wachs betrachtet die Bedingungen differenzierter. „Die Bahn hält sich in Grenzen. Sie ist zwar tückisch, aber man kann sie befahren“, konkretisiert der Werter. „Nur wenn es gerade geregnet hat, ist das mit dem Lehmboden ziemlich schwer. Die Bahn hat lange Geraden und spitze Kurven – das muss man können.“


Waijtknecht ergänzt: „Es hat gestern Abend geregnet. Die Motocrosser haben die Bahn am Morgen noch ziemlich aufgeraut. Eine Möglichkeit wäre, mehr Belag aufzubringen.“ Denn so, wie die Piste sich nach dem Training präsentiert, sei ein Start nicht möglich – meint Kenneth Kruse Hansen: „Die Bahn war nach mit dem Regen schwer. Ich hoffe auf ein gutes Rennen mit einer guten Bahn. Sie ist sehr rutschig. So kann man nicht kontrollieren, wo man überhaupt hinfährt. Die EM verdient eine gute Bahn, die gute Rennen für die Zuschauer ermöglicht.“


Mika Meijer ist sicher: Wenn es nicht weiter regne, sei die Bahn schnell und gut. Foto: Heike Kleene
Mika Meijer ist sicher: Wenn es nicht weiter regne, sei die Bahn schnell und gut. Foto: Heike Kleene

Katt grenzt ab: „Die Bahn ist komplett schlammig. Fahrbar ist sie noch nicht. Aber der holländische Bahndienst ist super, der kann das. Ich fürchte nur, wir müssen früher starten. Denn die Wettervorhersage für den Abend ist schlecht – und es besteht die Gefahr, dass wir keine volle Veranstaltung sehen.“


In der Tat gibt es nachmittags solche Überlegungen. Josef Hukelmann bestätigt: „Erst sollte das Rennen eine halbe Stunde vorgezogen werden. Das ist dann aber doch nicht gemacht worden.“


Dave Meijerink und Mika Meijer kennen als Lokalmatadoren die Bahn, aber auch das niederländische Wetter. „Die Bahn war ein bisschen schwer nach dem Training . Wir haben ein bisschen Wasser gehabt“, sagt Meijerink. „Aber die Bahn ist für jeden gleich. Hoffentlich bleibt es trocken.“ Und Meijer ergänzt: „Die Bahn war ein bisschen nass und glatt. Hoffentlich bleibt der Regen weg – dann hätten wir eine schnelle, aber gute Bahn.“

 
 
 

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