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Durchbruch an der Nordsee

Zwei Tage Crashkurs mit zwei ganz besonderen Nordlichtern bringen Halbliterneuling Levi Fittkau richtig nach vorn.


Levi Fittkau sitzt im Vereinsheim des MC Norden und strahlt. „Mega – Vollgas rum“, lächelt der 16-Jährige vom MSC Cloppenburg, noch ein bisschen außer Atem von der letzten Trainingseinheit im Motodrom Halbemond. „Das bockt richtig. Die beiden haben das richtig gut erklärt.“


Die beiden – das sind Meik Lüders und André Pollehn, zwei Exfahrer und dicke Freunde, die inzwischen gemeinsam als Instruktoren quasi Perfektionstrainings für junge Rennfahrer auf der geschichtsträchtigen Bahn in Ostfriesland geben. Levi Fittkau und sein Vater Sebastian hatten bereits vor dem vergangenen Wochenende in Cloppenburg festgelegt, dass beide zu einer Fortbildung an die Nordseeküste reisen.


Denn für beide ist die Halbliterklasse noch Neuland. „Levi muss das Fahren noch lernen“, umreißt Vater Sebastian, „und mir kann es sicher auch nicht schaden, wenn ich mir von den Experten ganz genau erklären lasse, wo ich an den Maschinen Hand anlegen muss und was ich beim Schrauben zu beachten habe.“


Heute knallt er das Ding hier umzu – besser geht's gar nicht. – Meik Lüders

Denn Vater Fittkau ist als Mechaniker bei allen Rennen des amtierenden Deutschen Meisters in der 125-Kubikklasse immer mit dabei. Der Einstand in die Erste Herren verlief wie erwartet: mit einer steilen Lernkurve. In Cloppenburg kam er beim Zweitligaauftakt als Ersatzmann nicht zum Einsatz, tags drauf spielte er im NBM-Rennen seiner Altersklasse keine große Rolle. Bereits vorher hatte er bei einem NBM-Rennen in Ludwigslust einen happigen Motorschaden samt Loch im Block zu beklagen. „Das war ein neuer Motor aus Polen“, hadert Vater Sebastian. „Aber William Matthijsen versucht, ihn noch wieder hinzukriegen. Wenn er doch ein Totalschaden sein sollte, weil auch im Zylinderkopf etwas kaputtgegangen ist, wird’s mit unserem Budget fürs Jahr jetzt schon eng.“


Levi Fittkau mit Vater Sebastian und Mutter Martina bei der DM-Siegerehrung in Brokstedt 2025. Foto: MSC Cloppenburg
Levi Fittkau mit Vater Sebastian und Mutter Martina bei der DM-Siegerehrung in Brokstedt 2025. Foto: MSC Cloppenburg

Zwei Tage lang tummelten sich Vater und Sohn Fittkau Ende April im Motodrom Halbemond. „André und ich haben ihn uns erst Mal richtig angenommen“, lacht Meik Lüders. „Levi ist gierig und will gerne schnell lernen. Er hat aber manchmal eine Blockade im Kopf, weil er dann zu viel überlegt. Das haben wir ihm gestern erklärt, dass man das nicht machen sollte. Und seit er das verinnerlicht hat, geht’s richtig vorwärts. Heute knallt er das Ding hier volles Rohr umzu – besser geht’s gar nicht."

 
 
 

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