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Emder Kissen

Oder kommt der Nachfolger von Lokalmatador Ben Iken doch eher aus der Seehafenstadt mit der VW-Krise?


Wer aus Ostfriesland kommt, muss sich immer dieselbe Frage anhören: „Dann kennst Du doch sicher auch Otto, oder?“ Der Komiker stammt aus Transvaal, einem Arbeiterstadteil von Emden – jener Kleinstadt, die gerade wegen der von VW selbstgemachten Firmenkrise in aller Munde ist.


Doch womöglich stammt aus Emden die nächste Identifikationsfigur für den ostfriesischen Speedwaysport und damit auch fürs Motodrom Halbemond: Elyas Dirksen.


Der 12-Jährige geht zwar einen anderen Karriereweg als die anderen Talente von ganz oben ausm Nordwesten, die für eine Nachfolge de zurückgetretenen Ben Iken infrage kommen: Er ist eher beim MSC Moorwinkelsdamm angesiedelt als beim MCN, und er vertraut auch auf einen anderen Trainer: auf Sönke Petersen.


Dirksen nahm unlängst an der WM für 125-Kubikfahrer in Workington statt, auf der ehemaligen Heimbahn von Celina Liebmann in der Zweiten Britenliga also. Dort hatten er und Petersen sich einen Platz unter den ersten 5 vorgenommen. Doch am Ende schaute lediglich Rang 11 heraus – wegen eines Vergaserschadens ging Trainingszeit auf der für den Emder ungewohnt steil überhöhten Bahn flöten, dazu schlichen sich noch drei Fahrfehler ein, die den Junior nach eigenem Bekunden – und dem vom mitreisenden Großvater Dirk Dirksen – fünf oder sechs Punkte gekostet hätten.


Elyas Dirken zieht stramm den Plan durch, den wir uns gemacht haben. – Sönke Petersen

Nun geht Elyas Dirksen den nächsten Karriereschritt an. Am Dienstag trainierte er in Moorwinkelsdamm, am Dienstag in zwei Wochen steht auf der Bahn bei Bockhorn schon das letzte Training dieser Saison an. „Weil sie in Moorwinkelsdamm die komplette Bahn umbauen“, weiß Sönke Petersen. „Elyas fängt jetzt schon auf einer 250er an; der zieht stramm den Plan durch, den wir uns gemacht haben.“


Die so wichtigen Lokalzeitungen sind längst auf Elyas Dirken aufmerksam geworden. Foto: Heike Kleene
Die so wichtigen Lokalzeitungen sind längst auf Elyas Dirken aufmerksam geworden. Foto: Heike Kleene

Dazu gehört auch eine stringente Öffentlichkeitsarbeit. „Die Nordwest-Zeitung will eine ganze Kolumne oder Reihe machen von Elyas, dem MSC Moorwinkelsdamm und mir“, verrät Petersen. Die NWZ ist die größte Tageszeitung der Region, ihr Stammhaus sitzt in Oldenburg – der alten und seit kurzem auch wieder neuen Heimat von Petersen. Und die NWZ beliefert mit ihren Mantelbögen auch den überregionalen Teil, etwa im Sport, von Tageszeitungen in Ostfriesland.


Sodass die junge Karriere von Elyas Dirksen auch im direkten Einzugsbereich vom Motodrom Halbemond ihre öffentliche Resonanz findet.

 
 
 

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