„Es geht um die Kosten für den Auftritt“
- Norbert Ockenga
- vor 1 Stunde
- 2 Min. Lesezeit
Nach dem Paukenschlag rund um Hans Weber: Was steckt wirklich hinter dem Engagement von Inn-Isar-Racing für die Nationalmannschaft?
Das Bild hängt schief. Auf den ersten Blick wirkt die Konstruktion zwischen dem deutschen Verband und dessen Bahnsport-Promotionteam einer- und Inn-Isar-Racing andererseits fast vergleichbar mit dem Abkommen für die englische Speedwaylandschaft.
Doch anders als beim „Team GB“, gibt es im deutschen Eisspeedway eben keine vollumfängliche Lizenzierung und Auslagerung der Nationalmannschaft und ihrer Fahrer an einen externen Vermarkter. In England sind es Rob Painter, der ehemalige Mechaniker unter anderem von Jason Crump und Martin Smolinski, sowie dessen Gattin Vicky Blackwell, welche die Rechte halten, das Team mit Sponsoren vermarkten, aber auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Infrastruktur für Vorbereitung und Einsätze konstituieren und aufstellen.
Die deutschen Eis-Eiligen stehen weiterhin unter der Regie vom DMSB und dessen Bahnsport-Promotionteam. Das hat lediglich eine Kooperation mit Inn-Isar-Racing begonnen.
Und deren Chef Christian Platzer schildert den Umfang dieser Zusammenarbeit. „Wir sehen uns als Partner für den Eisspeedwaysport“, sagt der Bayer. „Es geht darum, dass die Kosten für einen einheitlichen, professionellen Auftritt der Nationalmannschaft gedeckt und finanziert werden – also für die ganzen Kombis und die Teambekleidung.“

Der Umfang der Kooperation und des Ermöglichens eines einheitlichen Auftritts beschränke sich nicht auf Fahrer aus dem Team Inn-Isar-Racing. „Wir machen das für die ersten fünf deutschen Eisspeedwayfahrer“, konkretisiert Platzer. „Dabei geht es nicht nur um Inn-Isar, sondern wir hätten für alle Fahrer die Anzüge mitgezahlt – auch für Fahrer, die nicht zu unserem Team gehören.“
Also etwa Hans Weber, der jetzt in seiner Wahrnehmung über den Deal gestolpert ist. „Wir zahlen den Fahrern die Anzüge, die Kapuzenshirts, die Käppis und was es alles an Teambekleidung gibt“, präzisiert Platzer – um dann auch zu sagen: Einen Exklusivitätsanspruch hätte es nie gegeben. „Auch individuelle Sponsoren und Partner der Fahrer hätten auf den Kombis und der Bekleidung Platz gehabt“, sagt Platzer.
Weitere Einnahmen über die Kosten für die Teambekleidung hinaus seien durch die Sponsorakquise von Inn-Isar-Racing nicht erzielt worden. Das sei auch nicht Ziel des Abkommens. „Wir haben ja gerade erst mit unserer Zusammenarbeit begonnen; in erster Linie wollten wir in diesem ersten Schritt einen professionellen Auftritt des ganzen Teams sicherstellen. Vergütungen für die Fahrer gehören nicht dazu.“
Für die Fahrer gibt es vom DMSB Kostenzuschüsse, die FIM schüttet obendrein Preisgelder aus. „Aber das sind alles Themen, die direkt beim Verband oder bei dessen Promotionteam liegen“, so Platzer. „Die Details dazu kenne ich auch nicht. Denn sie gehören nicht zum Umfang unserer Vereinbarung.“



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