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Tieferlegungssatz

Marlon Hegener hat sein Formtief von Saisonbeginn überwunden – und seinen Sturz von Cloppenburg auch.


Marlon Hegener muss sich im Klocontainer vordrängeln. Der 21-Jährige stürzt beim Zweitligarennen in Cloppenburg in seinem dritten Lauf – und muss danach eine tiefe Schürfwunde an der rechten Hand eilig am Waschbecken vom Bahnbelag reinigen.


Danach steigt der C-Fahrer der Teterower Hechte wieder ins Ligarennen ein, schreibt noch zwei Punkte – und leidet am Sonntag weiter unter den Stuzrfolgen. „Ich war Montag und Dienstag noch mal beim Arzt. Die Hand war noch geschwollen, und ich hatte Sonntag auch noch Schmerzen in der Hand“, berichtet Hegener. „Mein Hausarzt hat mich heute zum Röntgen geschickt. Mit der Hand ist alles okay. Wir gehen davon aus, dass es nur eine Prellung ist mit einem Bluterguss und einer tiefer Schürfwunde mit Schwellung, die die Schmerzen verursacht.“


Hegener hatte sich von seinen ersten Einsätzen in diesem Jahr enttäuscht über sich selbst gezeigt und sich Sondertrainings in Dohren verordnet. „Beim Training in Dohren haben wir relativ wenig probiert. Wir wollten nur, dass es mehr in die Fahrpraxis hineingeht. Vorm Auftakt der Zweiten Bundesliga hatten wir ja auch noch den Auftakt der Liga Nord in Teterow. Da haben die Starts gepasst. Aber im ersten Lauf ist mir da ein Motor kaputtgegangen; danach habe ich 10 Punkte aus vier Läufen geholt, das ist akzeptabel.“


Marlon und Benny Hegener beim Technikgipfel in der Box von Cloppenburg. Foto: Heike Kleene
Marlon und Benny Hegener beim Technikgipfel in der Box von Cloppenburg. Foto: Heike Kleene

Marlon ist der Sohn von Benny Hegener, der seinerzeit auch lange als einer der hoffnungsvollsten deutschen Talente galt. Der Vater ist heute als Mechaniker beim Filius mit dabei. „Ich habe für Cloppenburg die Gabel mit kleinen Distanzhülsen etwas tiefer gemacht, damit der Schwerpunkt des Motorrads tiefer liegt“, rapportiert Marlon Hegener. „Papa meint, dass das auf anspruchsvollen Bahnen von Vorteil sein könnte. Ich hatte die Hülsen als CNC-Fräser selber gebaut, deswegen konnten wir das relativ einfach ausprobieren. Das Motorrad steigt am Start in der Tat nicht so stark auf, wenn man es stark belastet.“


Tatsächlich ist Hagener im Aufgebot der Teterower auffällig dichter an den direkten Gegnern aus den Teams der großen Beiden – Cloppenburg und Olching – dran. Teterow wirkt in Phasen des Zweitligarennens sogar so, als ob sie den Favoriten die Petersilie verhageln könnten. Und Hegener spiegelte mit seiner Leistung bis zum Sturz exakt diese Wasserstandsmeldung „eine halbe Nasenlänge hinter den Favoriten“ wider.

 
 
 

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