Finale dahoam für Favoriten
Am Freitag fällt die Entscheidung in der Junioren-WM, und der Favorit genießt Heimvorteil.
Mikkel Andersen will sich vor heimischem Publikum zum U21-Weltmeister krönen. Der Däne führt die SGP2-Gesamtwertung vor dem Saisonfinale am Freitag im Vojens Speedway Center mit 38 Punkten an. Sein erster Verfolger ist der Pole Maksymilian Pawełczak, der 28 Zähler gesammelt hat.
Andersen braucht im letzten Lauf der Serie mindestens einen Platz unter den ersten sechs. Mit elf weiteren Meisterschaftspunkten wäre ihm der Titel sicher. Damit könnte er als erster Däne seit Michael Jepsen Jensen 2012 den U21-WM-Titel gewinnen.
Für Andersen ist die Veranstaltung nicht nur das entscheidende Rennen um den Weltmeistertitel, sondern auch ein Heimspiel: Seit vier Jahren gehört er dem Club in Vojens an. „Ich freue mich einfach darauf, wieder vor meinem Heimpublikum zu fahren und einen guten Job zu machen. Ich bin jetzt seit vier Jahren in Vojens, und das ist mein dänischer Club. Ich fahre dort einfach gerne“, sagt Andersen.
Der SGP3-Weltmeister von 2022 hat sich in den vergangenen beiden Jahren kontinuierlich gesteigert. 2024 belegte er in der U21-WM den vierten Platz, 2025 gewann er die Bronzemedaille. Nun fehlt ihm nur noch der Titel, um seine Sammlung zu vervollständigen. „Hoffentlich kann ich dort den Titel sichern. Wenn nicht, wäre ein Podiumsplatz gut. Ich will immer einen Schritt weiterkommen und mich so weit wie möglich entwickeln“, sagt der Däne. „Vor zwei Jahren wurde ich Vierter, im vergangenen Jahr Dritter. Ich will mich bestmöglich weiterentwickeln und werde alles dafür tun, dort den Sieg zu holen. Ich werde nicht zu viel darüber nachdenken, sondern einfach rausfahren und Spaß auf dem Motorrad haben.“

Maksymilian Pawełczak ist Andersens schärfster Verfolger. Der Pole stürzte am vergangenen Samstag im U19-EM-Finale im slowenischen Krsko, erklärte sich für das SGP2-Finale in Vojens aber rechtzeitig wieder fit.
Der 16-Jährige gewann 2024 die SGP3-Weltmeisterschaft und fährt erst seit weniger als einem Jahr mit Motorrädern der Halbliterklasse. Trotzdem hat sich der Fahrer aus Bromberg in seiner ersten vollständigen SGP2-Saison unmittelbar in den Kampf um die Medaillen eingeschaltet. „In meiner ersten SGP2-Saison gut abzuschneiden, wäre schon etwas Besonderes – das muss ich ehrlich sagen. Ich erwarte aber nicht wirklich etwas von mir“, erklärt Pawełczak. „Ich will einfach Spaß auf dem Motorrad und auf der Bahn haben, gute Rennen fahren und eine gute Show bieten.“
Hinter Andersen und Pawełczak ist die Ausgangslage vor dem Finale ausgesprochen eng. Der Däne Villads Nagel liegt mit 24 Punkten auf Rang drei und hat damit vier Zähler Rückstand auf den Polen.
Dahinter folgen gleich drei Fahrer mit jeweils 23 Punkten: der Australier Beau Bailey, der Däne William Drejer und der US-Amerikaner Slater Lightcap. Auch Nicolai Heiselberg darf sich mit 22 Punkten noch Hoffnungen auf eine Medaille machen.
Der frühere SGP2-Weltmeister Wiktor Przyjemski liegt mit 20 Punkten auf Rang acht. Der Pole verpasste die zweite Runde in Lodz verletzungsbedingt, ist aber weiterhin in Reichweite der Medaillenplätze.
Auch Will Cairns aus Großbritannien kann noch in den Kampf um Edelmetall eingreifen. Er belegt mit 19 Punkten Rang neun. Kevin Małkiewicz folgt mit 18 Zählern auf Platz zehn.



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