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Hitze-Leitfaden

Tuner Klaus Lausch musste bei Lukáš Hutla einem schwer zu findenden Defekt auf den Grund gehen.


Auf manche Probleme kommt man einfach nicht. Im Falle von Lukáš Hutla trifft das gleich doppelt zu. Der ehemalige Europameister aus Tschechien hat in Inzell Bedenken über den zweiten Renntag – und Last mit einem rätselhaften Ansprechverhalten seines Motors.


Hutla spürt immer noch die Folgen seines Sturzes von der Saisonvorbereitung in Schweden, wo er sich arge Nackenverletzungen zugezogen hat. Bis Inzell sei er nur bei Eintagesrennen gefahren. „Die Belastungen bei einem Renntag kann ich verkraften“, sagt er. „Aber ich habe Bedenken, dass am zweiten Tag die Schmerzen wiederkommen. Schmerzmittel möchte ich keine nehmen; die würden zwar helfen. Aber darunter leidet als Nebenwirkung die Reaktionszeit – und das kann ich auf einem Motorrad nicht gebrauchen.“


Lukáš Hutla hat in Heerenveen wieder die gewohnte Motorleistung zur Verfügung. Foto: FIM
Lukáš Hutla hat in Heerenveen wieder die gewohnte Motorleistung zur Verfügung. Foto: FIM

Also beißt er sich am zweiten Veranstaltungsdurchgang durch.


In Inzell nützte ihm all’ das nichts, weil sein Motor nicht ziehen wollte. Alle vor Ort angewandten Handgriffe bei der Abstimmung oder am Aggregat selbst fruchteten nichts. Tuner Klaus Lausch klang ratlos – dafür aber im Fahrerlager von Heerenveen um so wissender. „Wir haben in der Werkstatt rausgefunden, dass sich ein Ventilsitz ausgedehnt hat“, erläutert Lausch. „Das liegt an dem Beryllium. Das ist quasi ein Art Kupfer – mit ähnliche Hitzeleiteigenschaften. Da kann es leicht passieren, dass sich der Ventilsitz ausdehnt und das Ventil dann nicht mehr funktioniert. Aber das findet man erst raus, wenn man den Motor aufmacht. Wir haben ihn repariert – und auf dem Prüfstand lief er danach wieder tadellos.“

 
 
 

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