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Höhenflug von Appleton

Andrew Appleton dominiert in Nandlstadt – und ist auch sonst gut drauf.


Andrew Appleton braucht gerade nicht viele Worte. „Ich bin gerade sehr zufrieden mit meinen Motorrädern und auch meiner fahrerischen Leistung“, bilanziert der Engländer – nachdem er an den vergangenen Wochenenden einer der Hauptdarsteller bei den vielen offenen Grasbahnrennen gewesen ist.


Appleton und der Niederländer Dave Meijerink dominieren in den Wochen vor dem Langbahn-WM-Auftakt in Scheeßel klar die Grasbahnszene, gehen daher auch als haushohe Favoriten auf die 1.000-Meterbahn bei Bremen, wo am Sonntag der erste Grand Prix stattfinden wird.


Appleton holte sich den Sieg beim Flutlichtrennen in Bad Hersfeld, gewann tags drauf den Bahnrekord in Rastede, ohne an der ewigen Bestmarke von Kelvin Tatum kratzen zu können, blieb im Schlosspark in den Vorläufen ungeschlagen, unterlag dann aber in der Gesamtwertung Meijerink. Am folgenden Wochenende dominierte Appleton die zweite Auflage des wiederbelebten BBM-Grasbahnklassikers von Nandlstadt.


Auf der Zeitlhofbahn war Appleton auch schon vor der Zwangspause of erfolgreich gewesen. Nun drückte er einem kleinen I-Solistenfeld klar den Stempel auf: Er gewann mit Maximum vor Landsmann Jordan Derrick und Dominik Werkstetter.


Auf der Grasbahn fehlt uns noch die Erfahrung. – Dominik Werkstetter

Der Bayer verlor im Kampf um Rang 2 schon gleich zu Beginn Boden – weil er zwei Mal stürzte. „Ich hatte anfangs starke Schwierigkeiten mit dem Setup meines Motorrads. Mine Bikes laufen auf Sandbahnen sehr gut, aber auf der Grasbahn fehlt uns einfach noch ein bisschen die Erfahrung. Noch dazu waren Grasbahnrennen noch nie so wirklich meine Stärke, und ich bin auch seit dem EM-Semi in St. Macaire Anfang 2025 auch nicht mehr auf Gras gefahren“, berichtet Werkstetter. „Leider hatte ich gleich im ersten Training einen Sturz, das Startbandtraining lief auch nicht besonders, und im ersten Lauf ging ich erneut zu Boden. Da dachte ich: ‚Das geht heute nicht gut.‘ Wir haben dann ein paar richtige Sachen am Setup verstellt, und dann ging es gleich besser. Mit Änderungen an Radstand, Übersetzung und Dämpfer- beziehungsweise Fahrwerkseinstellungen ging es dann schon ganz anders. Ganz zufrieden bin ich zwar mit meinen Bikes auf solchen Bahnen immer noch nicht, aber das Ergebnis an dem Tag konnten wir noch deutlich verbessern – und ich konnte meine ersten A-Lizenzpodeste mit Gesamtplatz 3 und im Sonderlauf Platz 2 einfahren.“


Andrew Appleton ist in Nandlstadt unschlagbar. Foto: Basti Pressmann
Andrew Appleton ist in Nandlstadt unschlagbar. Foto: Basti Pressmann

Besagter Sonderlauf ging um den Josef-Angermüller-Pokal. Jeremias Ramus aus der B-Lizenz beschreibt: „Das Highlight des Tages war, dass die ersten beiden Fahrer der B-Lizenz sich für den Josef-Angermüller-Gedächtnislauf mit den vier schnellsten Fahrern der A-Lizenz qualifiziert haben.“ Ramus verlor in der B-Lizenz den ersten Lauf gegen Erik Boston, blieb danach aber ungeschlagen und gewann die Wertung mit zwei Punkten Vorsprung auf den Mühldorfer.


Damit standen die beiden Süddeutschen gegen Appleton, Werkstetter, Derrick und Fabian Wachs im Sonderlauf. „Weil ich in der ersten Kurve den Strahl von Platz 1 und 2 abbekam, hatte ich keine Sicht mehr und musste kurz vom Gas gehen“, schildert Ramus. „Trotzdem konnte ich noch auf Platz 3 vorfahren und den Lauf auch auf diesem Platz beenden.“


Den Josef-Angermüller-Gedächtnislauf gewann Appleton vor Werkstetter.

 
 
 

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