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„Ich wusste nicht, wie ich das überstehen sollte“

Warum der EM-Titelgewinn von Heikki Huusko ein ganz besonderer Kraftakt war.


Vor dem alles entscheidenden EM-Finale hämmert sich Heikki Huusko eine Parole immer wieder atemlos in den Schädel: „Ich habe mir immer wieder eingetrichtert: ‚jetzt alles oder nichts‘.“ Dabei schnauft und schnieft der Finne neben und auf seinem Motorrad wie eine Dampfmaschine.


Denn Huusko ist schwer angeschlagen nach Varkaus gereist: mit Grippe und Fieber. „Am Tag vorher, aber auch noch am Rennmorgen fühlte mich schwach und fragte mich, wie ich das überhaupt überstehen sollte“, gesteht der Finne im aktuellen Podcast von bahndienst.com, der seit Dienstagabend online zu hören ist.



Darin schildert er nicht nur, wie seine Rennen in Varkaus gelaufen sind und welchen Einfluss das ganz besondere Eis in Finnland hatte – sondern auch, wie sehr er sich körperlich abmühen musste: „Nach jedem Lauf war ich platt. Mir schien das alles zu viel zu werden. Und vorm Finale blieben eh’ nur ein paar wenige Minuten zum Durchschnaufen.“


Je schneller ich fahre, desto besser funktioniert mein Motorrad. – Heikki Huusko

Denn Huusko hatte in seinem letzten Vorlauf den zweiten Platz in der Gesamtwertung noch hergegeben – und damit auch den direkten Einzug ins Tagesfinale. Stattdessen musste er durch die Tretmühlen eines Extralaufs, in den Last Chance Heat nämlich, wo er Luca Bauer und Harald Simon ausschaltete. Wie sehr ihn das, da körperlich ohnehin schon ausgewrungen, noch zusätzlich an den Rand der Erschöpfung brachte, erzählt Huusko ebenfalls im neuen Podcast – ehe er dann hörbar aufgewühlt vom rundenlangen Duell gegen Titelverteidiger Lukáš Hutla erzählt, das Huusko in der letzten Kurve mit einem ebenso spektakulären wie rüden Manöver für sich entschied.


Heikki Huusko verschafft sich im Finale außenrum die beste Ausgangslage. Foto: Facebook Huusko Motorsport
Heikki Huusko verschafft sich im Finale außenrum die beste Ausgangslage. Foto: Facebook Huusko Motorsport

Schließlich kommt der Blondschopf zum Schluss, nun sehe es wohl auch für die WM ganz verheißungsvoll aus: „Meine neue Maschine funktioniert gut, sowohl der Motor als auch das Fahrwerk. Und je schneller ich fahre, desto besser funktioniert das Motorrad.“


 
 
 

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