Warten auf Inzell
- Norbert Ockenga
- vor 7 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Wer wird dritter Mann im deutschen Aufgebot für die Team-WM in Heerenveen?
Man bleibt auf Posten. Und im Vagen. Bernd Sagert, der Teammanager der deutschen Eisspeedwaynationalmannschaft, hat noch nicht entschieden, wie die dritte Planstelle für die Nationalmannschaft für Heerenveen besetzt wird.
Hans Weber und Max Niedermaier d.Ä. bleiben wie vor Saisonbeginn geplant für die beiden Stammfahrerplätze gesetzt. Doch die dritte Stelle im Team für den Wettbewerb, der im Paarfahren ausgetragen wird, ist noch vakant.
Laut Sagert befänden sich drei Fahrer in der finalen Auswahl des Fahrerpools: Max Niedermaier d.J., Franz Mayerbüchler und Christoph Kirchner. „Wir wollen ein Stück weit auch die Rennen in Inzell abwarten“, verrät Sagert. „Die Nennung für Heerenveen ist ein paar Tage nach Inzell abzugeben. Deswegen nutzen wir die Chance, uns da noch Mal ganz genau das Leistungsniveau anzuschauen.“
Sagert sagt aber auch: „Ich habe eine Tendenz im Kopf. Ich entscheide das nicht allein. Ich lasse mich da auch immer ein gern ein bisschen beraten. Und zwar nicht nur vom Expertenkreis Eisspeedway – sondern auch von anderen Insidern, die ganz tief in der Eisspeedwayszene drin stecken.“
Es kommt auch drauf an, wer diesen Platz wirklich will. – Bernd Sagert
Der Expertenkreis Eisspeedway besteht aus Sagert , Carina Brucke als Zweite Vorsitzend der Eisspeedway-Union, die lange Jahre die WM- und DM-Rennen in Wilmersdorf ausgerichtet haben, und Kai Schmiedeknecht von der DMV Landesgruppe Südbayern als Veranstalter der Grands Prix in Inzell.

Als Auswahlkriterien führt Sagert „die ganzen Ergebnisse der bisherigen Rennen“ ins Felde; aber es komme auch drauf an, „zu gucken, wer Einsatz und Engagement zeigt und den Platz auch wirklich haben will.“ Selbst wenn es nur die Reservistenrolle ist, von der aus man im Eintagesfinale womöglich nicht zum Einsatz kommt. „Das Engagement und der Wille sind für mich mindestens gleichwertig zu beurteilen.“
Niedermaier d.J. und Mayerbüchler schienen bis zum Saisonbeginn die Favoriten zu sein. Doch seit der starken Rückkehr von Christoph Kirchner ist auch der ehemalige WM-Ersatzmann und DM-Teilnehmer in die Wahl gekommen. „Er ist einer von denen, die da mit im Köcher drin sind“, räumt Sagert ein. „Das Gespräch mit ihm habe ich schon geführt; er würde fahren.“
Kirchner ist bei den Grands Prix in Inzell erste Bahnreserve, Mayerbüchler zweite, während Niedermaier d.J. als Wildcard fest im Starterfeld dabei ist. Für das Gremium, das über die Besetzung der deutschen Nationalmannschaft entscheidet, wäre es also am besten, käme Kirchner im Laufe der beiden Grands Prix im Chiemgau vertretungsweise ins Feld, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.
Darauf spitzt auch Sagert: „Es gab keinen zweiten Tag, wo nicht mindestens der erste Reservefahrer am Start wäre.“



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