Weiterkommen ist Pflicht
- Norbert Ockenga
- vor 9 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Die erweiterten Kader für die Mannschafts-WM in Landshut stehen. Die Lehre lautet: Daran darf Deutschland nicht scheitern.
Die ersten Namen stehen. Aber noch sind es viel zu viele. Denn die Teammanager der Nationalmannschaften müssen vor dem Auftakt der Mannschafts-WM in Landshut im ersten Schritt lediglich erweiterte Kader nennen. Die bestehen aus 10 Mann – und werden im nächsten Waschgang sechs Tage vor der Veranstaltung auf eine Kerntruppe von fünf Mann ausgedünnt.
Die deutsche Mannschaft stellt sich eigentlich von selbst auf. Vorausgesetzt es gibt keine Verletzungen. Der Weltverband FIM behält sich allerdings das Recht vor, die Nominierungen zu verkünden. Wenn da jemand vom eigenen nationalen Verband oder ein Fahrer vorprescht, gibt es von den FIM-Leuten einen ganz furchtbar schlimm strengen Tadel in ausgesprochen scharfer Form.

Deswegen herrscht immer ziemliche Zurückhaltung und Bangbüxigkeit, wenn die Rede auf Fahrernominierungen kommt.
Die erweiterten Kader für die Vorrunden der Mannschafts-WM in Landshut am 1. Mai lauten:
Deutschland
Kai Huckenbeck
Norick Blödorn
Erik Riss
Kevin Wölbert
Mario Häusl
Valentin Grobauer
Ben Iken
Janek Konzack
Lars Skupień
Hannah Grundwald
Großbritannien
Robert Lambert
Dan Bewley
Tom Brennan
Adam Ellis
Dan Thompson
Charles Wright
Leon Flint
Ukraine
Nazar Parnitzki
Marko Lewischin
Roman Kapustin
Andrej Karpow
Andrej Rosaliuk
Stanislaw Melnitschuk
Witali Lysak
Danko Hladkowski
Wolodomir Zlatan
Nazar Fedortschuk
Tschechien
Vaclav Milík jr.
Adam Bubba Bednář
Jan Kvěch
Jan Jeníček
Jaroslav Vaníček
Daniel Klima
Bruno Belan
Adam Nejezchleba
In diesem Feld ist Deutschland sicherer Anwärter auf den Einzug ins Finale in Warschau, für das Polen und Australien als Gastgeber respektive Titelverteidiger schon gesetzt sind. Die zweite Gruppe, die im August in Riga ausgefahren wird, ist deutlich schwerer besetzt – in Schweden und Dänemark sowie Lettland und den krassen Außenseitern aus Norwegen.
Deutschland muss in seiner Gruppe in Landshut lediglich die Engländer und vielleicht noch die Tschechen fürchten. Und weil bei der Mannschafts-WM kein Teamfahren gefragt ist wie beim Speedway der Nationen, sondern einfach nur die einzeln zusammengefahrenen Ergebnisse zu einem Konto von Länderpunkten aufaddiert werden, steigen die Chancen auf ein Weiterkommen nur noch mehr.
Wenn in den nächsten Wochen bis zum ersten Mai in Landshut nichts Außergewöhnliches passiert, dürfte das deutsche Quintett lauten: Kai Huckenbeck, Norick Blödorn, Erik Riss, Kevin Wölbert, Mario Häusl. Sie alle haben aus diversen Liga-Engagements bei den Evils auch schon Erfahrung mit der Bahn an der Ellermühle – und sorgen in Summe sogar für eine homogenere Besetzung als beim Team GB.



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