Veränderung beim Promotion-Team
- Norbert Ockenga
- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Das Bahnsport-Promotion-Team, das die Geschicke des deutschen Bahnsports im DMSB-Auftrag lenkt, muss nach einem überraschenden Ausstieg neu aufgestellt werden.
Damit hat das Gremium nicht gerechnet. Zum Ende des Jahres hat eine der Säulen des Bahnsport-Promotion-Teams die Vereinigung verlassen: Der DMV hat seine Mitgliedschaft unerwarteter Weise gekündigt.
Das Bahnsport-Promotion-Team zeichnet als Zusammenschluss von jetzt nur noch vier Verbänden respektive Verbandsgauen für sämtliche Geschicke des Bahnsports in Deutschland verantwortlich.
Der Hintergrund: Der Deutsche Motorsportbund DMSB hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, die Verantwortung für verschiedene Motorsportsparten auszulagern, um sich selbst auf Kernbereiche des Automobilsports zu konzentrieren. So ist etwa das Thema Rallycross-DM an externe Promotoren vergeben worden, zuerst an einen Industriellen, inzwischen an den ADAC-Gau Weser/Ems.

Der Bahnsport ist an den ADAC Hansa abgetreten worden, unter der Federführung von Adi Schlaak, der auch das Teterower Bergringrennen veranstaltet. Der ADAC Hansa ist der beauftragte Partner des DMSB, quasi eine Art Subunternehmer. Und er hat sich dazu den ADAC Südbayern, den ADAC Weser/Ems, den ADMV und den DMV an Bord geholt. Sie alle waren Mitglieder des Bahnsport-Protion-Teams.
Im DMV sind allerdings kaum mehr Bahnsportvereine vertreten. In grauer Vorzeit war der MC Norden vom DMV zum Ausbau des Stadions Motodrom Halbemond gelockt worden, mit der Zusage des damaligen Präsidenten Wilhelm Weidlich, dass jedes Speedway-Weltfinale, das im Vierjahresturnus in Deutschland stattfinde, vom DMV nach Ostfriesland vergeben werde. Daraus wurde nichts, was die Krise des MC Norden auslöste und einem langen Streit von Nordens Vereinschef Franz Arens mit dem DMV mündete, ehe Arens den MCN zum ADAC überführte.
Erst in diesem Winter ist auch der Verein in Pocking vom DMV in den ADAC gewechselt. Die wichtigsten DMV-Klubs sind Inzell als Veranstalter der Eisspeedway-Grands Prix und Berghaupten. Auch Diedenbergen zählte zum DMV-Beritt, hat aber im Februar bekanntgegeben, dass dieses Jahr wegen der Bahnrenovierung keine Rennen auf der Traditionsbahn im Taunus stattfinden können. Gleichwohl haben die Hessen noch einen Termin für die Zweite Bundesliga angemeldet, der noch in den Kalendern des Promotion-Teams steht.
Bahnsport ist im DMV immer irrelevanter geworden. Jetzt hat der DMV seinen Platz im Bahnsport-Promotion-Team abgegeben. Das besteht nun noch aus dem ADAC Hansa, dem ADAC Weser/Ems, dem ADMV und dem ADAC Südbayern. Der DMV ist allerdings weiterhin eingeladen, seine Meinung quasi beratend, aber ohne Stimmrecht kundzutun.



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